Vorher Am Eisenhansweg im Schnelsener Märchenviertel liegen drei Müllbeutel auf dem Grünstreifen der Straße

Ein Klick – Müll weg?

Die neue SauberApp der Stadtreinigung im Schnelsen-Test

Archiv| Views: 298

Das Prinzip ist einfach: Müll-ecken entdecken, per Smartphone fotografieren und per App an die Stadtreinigung Hamburg schicken. Nach spätestens drei Tagen soll die Verschmutzung beseitigt sein. Ob und wie gut die SauberApp funktioniert, hat das Niendorfer Wochenblatt im Stadtteil Schnelsen getestet.

 

Nachher Auch wenn die Stadtreinigung hier nicht zuständig ist – die Mülltüten sind weg

Schnell und kinderleicht lässt sich die SauberApp bedienen. Nach dem kostenlosen Herunterladen im App-Store des Smartphones unter „Stadtreinigung Hamburg“ ist die Funktion „Müllecke fotografieren und melden“ schnell angeklickt. Für die Meldung reicht es, ein oder mehrere Fotos des Unrats zu machen und die E-Mail-Adresse anzugeben. Wichtig bei den Aufnahmen ist lediglich, dass Rückschlüsse auf den exakten Standort gezogen werden können. Nach Eingang der Bestätigungsmail heißt es dann erst einmal abwarten.

Nach drei Tagen eine erste Nachricht per Mail: „Ihre Meldung wurde erfolgreich bearbeitet.“ Und tatsächlich, von der Verschmutzung im Grünstreifen am Roman-Zeller-Platz ist keine Spur mehr. Auf Nachfrage zum aktuellen Status der zwei anderen Meldungen kam die schnelle Rückmeldung: „Es handelt sich jeweils um Privatgrundstücke, für deren Abfallbeseitigung wir nicht zuständig sind“, so Andree Möller von der Stadtreinigung Hamburg: „In solchen Fällen informieren wir das zuständige Bezirksamt, welches dann direkt den Eigentümer kontaktiert.“ Für die Testmeldungen brachte dies Vorgehen zumindest teilweise raschen Erfolg: Vier Tage später liegen am Eisenhansweg im Märchenviertel keine Müllsäcke mehr. „Ob eine Müllbeseitigung erfolgt ist, wird von unserer Seite zudem regelmäßig überprüft“, ergänzt Möller: „Das gehört zu unserer Steuerungsverantwortung.“ kh

 

Das Fazit

 

Eine durchaus sinnvolle App. Mit geringem Aufwand und ohne sich die Hände schmutzig zu machen, kann jeder Bürger einen kleinen Teil zu einem saubereren Stadtbild beitragen. Da es für den Laien, wie unser Test zeigt, oft nicht ersichtlich ist, ob es sich um eine öffentliche oder private Fläche handelt, könnte diesbezüglich eine kleine Information an den jeweiligen Müll- Melder hilfreich sein, um Missverständnisse zu vermeiden, wenn der Müll nicht nach drei Tagen entfernt ist.  kh

Comments are closed.