Straßengraben-Experte Thomas Pröwrock ist Leiter des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes Eimsbüttel Foto: BA Eimsbüttel

Wir reinigen die Gräben jedes Jahr

Der Bezirk Eimsbüttel hat 900 Kilometer Straßen und fast 70 Kilometer Straßengräben zu betreuen

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Immer wieder verstopfen die Straßengräben in Niendorf, Schnelsen und Lokstedt, so dass es bei starken Regenfällen zu Überflutungen kommt. Doch wer kontrolliert die Gräben, kümmert sich um die Instandhaltung und wer ist der richtige Ansprechpartner für Bürger, wenn das Ablaufwasser Garten und Keller flutet? Redakteurin Natascha Gotta sprach mit Thomas Pröwrock, der das zuständige Fachamt Management des öffentlichen Raumes Eimsbüttel leitet.

 

Niendorfer Wochenblatt: Wie viele Kilometer Straßen- und Ablaufgräben an wie vielen Straßen gibt es im Bezirk Eimsbüttel? Wie viele sind davon in Niendorf, Schnelsen und Lokstedt zu finden?

Thomas Pröwrock: Im Bezirk haben wir rund 900 Kilometer Straßen. Aus der Inventur vor einem Jahr kennen wir genaue und aktuelle Zahlen: Insgesamt gibt es im Bezirk Gräben auf öffentlichem Grund entlang von 180 Straßen auf einer Länge von 51 Kilometern, die offen sind. Rechnet man die Gräben mit Verrohrung von Überfahrten ein, sind es knapp 70 Kilometer. Niendorf hat 15 Kilometer in 47 Straßen, in Schnelsen sind es 14 Kilometer in 60 Straßen und in Lokstedt sind es 8 Kilometer in 27 Straßen.

 

NW: Wer ist für die Pflege und Wartung der Straßengräben und Ablaufgräben auf öffentlichem Grund sowie den Rückhaltebecken zuständig?

Pröwrock: Immer der jeweilige Grundeigentümer.

 

NW: Wo erhält der Bürger in Eimsbüttel zuverlässig Auskunft, ob er als Anwohner oder das Bezirksamt Eimsbüttel für den Straßengraben vor der Tür zuständig ist?

Pröwrock: Diese Auskunft geben wir. Am Einfachsten geht das mit einer E-Mail an mr@eimsbuettel.hamburg.de oder Telefon 428280 sowie über die Behördennummer 115.

 

NW: Wie viele Wegewarte gibt es im Bezirk Eimsbüttel und wie viele sind für die Straßengräben in Niendorf, Schnelsen und Lokstedt zuständig?

Pröwrock: Neun Wegewarte im Bezirk, für die drei Stadtteile sind fünf Kollegen zuständig.

 

NW: Wie hoch ist das jährliche Budget für die Wartung im Bezirk Eimsbüttel?

Pröwrock:  Seit dem Haushaltsjahr 2016/2017 sind die uns zugewiesenen Mittel deutlich erhöht worden. Uns stehen nun 300 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Damit können wir in engerem Takt gründlich reinigen und nach und nach Schäden beseitigen.

 

NW: Warum werden die Straßengräben nur noch alle zwei Jahre vom Bezirk gereinigt?

Pröwrock: Das war einmal. Seitdem wir mehr Geld zur Verfügung haben, reinigen wir jetzt einmal im Jahr gründlich, zusätzlich werden einmal im Jahr die Bankette gepflegt.

 

NW: Müssen Anwohner, beispielsweise im Märchenviertel, zwischen den Reinigungsintervallen selbst die Gräben reinigen und Mäharbeiten vornehmen?

Pröwrock:  Nein, müssen Sie nicht! Aber einige machen das, zum Beispiel, wenn Sie am Haus ohnehin Rasen mähen. Ich finde es einfach klasse, dass die   Leute das so „unbürokratisch“ tun!

 

NW: Wie oft werden die Rückhaltebecken, etwa das Burgwedelau-Becken an der Straße Grothwisch, gereinigt und entschlammt?

Pröwrock: Die Regenrückhaltebecken werden regelmäßig kontrolliert. Reinigungen und Entschlammungen erfolgen dann immer bei entsprechend festgestelltem Bedarf.

 

NW: Gibt es neben dem „Melde- Michel“ für die Bürger in Niendorf, Schnelsen und Lokstedt
eine weitere Kontaktadresse, Telefonnummer oder Ansprechpartner, um den Bezirk für eine zeitnahe Abhilfe über übergelaufene Gräben, defekte Straßengräben oder verstopfte Verrohrungen zu informieren?

Pröwrock: Am besten per E-Mail an: mr@eimsbuettel.hamburg.de oder 428280 sowie die Behördennummer 115. Das machen die Bürger übrigens auch. In diesen Monaten aufgrund des vielen Regens  besonders häufig.

 

NW: Gibt es für die Bürger eine Möglichkeit, ihren jeweiligen Wegewart direkt zu kontaktieren und über Überschwemmungen und Verstopfungen der Gräben zu informieren?

Pröwrock: Nein, das haben wir so nicht organisiert. Es können Kollegen wechseln, krank oder im Urlaub sein und der Bürger ärgert sich dann, wenn er niemanden erreicht. Deshalb steuern wir das zentral, auch hier gelten die bereits genannten Kontaktmöglichkeiten.

 

 

Kontaktadresse:

 

Fachamt Management des öffentlichen Raumes, Bezirksamt Eimsbüttel, Grindelberg 62-66, 20144 Hamburg,

Tel. 428013511, E-Mail:mr@eimsbuettel.hamburg.de. Infos und alle Durchwahlen vom Fachamt: www.hamburg.de/eims buettel/eimsbuettel- fachamt-management- des-oeffentlichen-raumes/

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