Freuen sich auf einen konstruktiven Workshop Restaurator Johannes Mosler und Projektleiterin Gesa Mueller von der Haegen Fotos: kh

Fenster machen den Anfang

Erster Workshop mit Restaurator in der Villa Mutzenbecher im Niendorfer Gehege ist gestartet

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Für die denkmalgerechte Aufarbeitung der historischen Fenster gab es am Mittwoch, 24. Januar, den ersten Workshop mit einem ausgewiesenen Experten. Restaurator Johannes Mosler stellte in großer Runde seine Arbeitsweise vor, gab erste praktische Einweisungen und betrieb eine Menge Aufklärungsarbeit.

 

„Nur weil der Lack abblättert, gehören alte Fenster noch lange nicht in den Container“, so Johannes Mosler: „Es lohnt sich, hinter die äußere Fassade in die gut erhaltene Holzsubstanz der Fenster zu schauen.“ Denn die habe über 100 Jahre überstanden. Seine Aufgabe beim Workshop in der Villa Mutzenbecher versteht er vor allem als Aufklärungsarbeit über die Wertschätzung der historischen Fenster – heutzutage gibt es nur noch sehr wenige erhaltene Originale.

„Mit Johannes Mosler haben wir einen Experten gewonnen, der sein Handwerk nicht nur gut kann, sondern es auch gut erklären kann“, begrüßt Projektleiterin und Architektin Gesa Mueller von der Haegen den Restaurator und die geladenen Gäste. Der Workshop als „Kompetenzerweiterung für den Denkmalschutz“ beginnt vormittags mit Vertretern des Denkmalschutz- und Kirchenbauamtes, des Vereins Werte erleben, mit Architekten, Schreinern und Restauratoren.

„Es lohnt sich, hinter die Fassade zu schauen“ Restaurator Johannes Mosler zeigt, wieviel „Substanz“ sich in den alten Fenstern verbirgt

Damit geht es los

Der Startschuss für die ersten Instandsetzungsmaßnahmen ist damit gefallen. Erst im November hatte das Bezirksamt Eimsbüttel die Baugenehmigung zur Nutzungsänderung erteilt (das Niendorfer Wochenblatt berichtete).

Oberstes Ziel sei es, so die Projektleiterin, die alte Substanz soweit möglich durch eine gute Aufbereitung mit alten Techniken zu erhalten. Und wie die konkrete Umsetzung aussehen kann, das erläutert Johannes Mosler den Anwesenden, auch anhand von umfangreichem Anschauungsmaterial.

Nachmittags gibt es für Berufsschullehrer sowie einige Fachschüler zudem erste praktische Übungen. „Natürlich kann ich niemanden an einem Tag das Handwerk des Restaurierens beibringen“, betont der Experte: Wichtig sei vielmehr eine Sensibilisierung für das Thema einer sach- und fachgerechten Restaurierung der alten Fenster. kh

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