Für vier Wände statt Container setzt sich die Wohnbrücke ein Foto: mf

Bereits 400 Wohnungslotsen

Sie sind Vermittler zwischen Geflüchteten und Vermietern

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Seit zwei Jahren sucht und vermittelt die Stiftung Wohnbrücke Hamburg Wohnungen für Geflüchtete im Stadtgebiet. Seine Keimzelle hat das Erfolgsprojekt in Niendorf. Nun wurde der 400. Wohnungslotse geschult.

 

Die unbefristeten Mietverhältnisse, die von der Stiftung vermittelt werden, werden von ehrenamtlichen Wohnungslotsen begleitet. „Lotsen stehen den geflüchteten Menschen, aber auch den Vermietern als Vertrauensperson bei Fragen und Problemen zur Seite. Sie begleiten sie bei Wohnungsbesichtigungen, beim Umzug oder bei der Vorstellungsrunde bei den neuen Nachbarn“, erläutert Kristin Alheit, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hamburg, der die Lotsen für ihre Aufgabe schult. Insgesamt 540 geflüchtete Menschen aus 182 Haushalten konnten Weihnachten so in den eigenen vier Wänden verbringen. Geboren wurde die Idee zur Wohnbrücke in Niendorf. Anne Woywod, Mitbegründerin und Vorsitzende der Wohnbrücke, ist hier aufgewachsen. 2014 hat sie die Einliegerwohnung ihrer Eltern an einen syrischen Flüchtling vermittelt. „Das hat so gut geklappt, dass sich daraus die Idee zur Wohnbrücke entwickelt hat“, freut sie sich. Seit 2017 wird das überwiegend spendenfinanzierte Projekt zusätzlich mit Mitteln aus dem Integrationsfonds der Hamburgischen Bürgerschaft gefördert.  mf

 

Eigentümer, die eine Wohnung an Geflüchtete vermieten möchten und Ehrenamtliche, die sich als Wohnungslotsen engagieren möchten, erhalten  Infos bei der Stiftung Wohnbrücke Hamburg, Amandastraße 60, 20357 Hamburg, Tel. 466 551 433, wohnbruecke@lawaetz-ggmbh.de

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