Peter Szöts und Christian Graf Fotos:cc

Zwei Männer, ein Motorradclub

Das lange Warten auf den Saisonstart im Frühling - was machen Motorradfahrer eigentlich im Winter?

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Seit 22 Jahren fährt Christian Graf aus Lokstedt Motorrad. Mit 18 machte er seinen Motorradführerschein, 1997 hat er sein Auto abgeschafft. Erst durch die  Familie wurde er quasi „gezwungen“ sich wieder ein vierrädriges Gefährt zuzulegen.

Doch dann zog Peter Szöts, gebürtiger Däne mit der Leidenschaft für „italienische Diven“, in die Nachbarschaft. Die italienische Diva ist eine Ducati 959 Panigale und hat 157 PS. Schnell kamen die beiden Männer ins Gespräch und für „Zweirad-Junkie“ (so nennt er sich selbst) Christian war klar: Ich kaufe mir wieder ein Motorrad.  Eine Honda VFR 800 ist es geworden und im vergangenen Sommer fuhren die beiden Lokstedter als „MCWasserturm“ durch die nähere Umgebung.

Die iatlienische Diva von Peter Szöts bietet Freunden und Nachbarn reichlich Gesprächsstoff zum Fachsimpeln

Doch nun ist Winter und sie können nicht fahren. „Mein Bike steht in der Garage. Im Winter hübsche ich es auf.“ schwärmt Christian. „Ich muss die Fußrasten verändern, einen Scottoiler anbringen (der ersetzt das manuelle Schmieren der Kette, Anm. der Red.) und ich brauche eine Bordsteckdose.“ Peter, der Däne, ersetzt nach und nach alle Plastikteile durch Carbon. „Das sieht verdammt gut aus“, redet sich der 59-Jährige in Fahrt. Motorradfahren ist für ihn: „Leidenschaft und Freiheit. Und es ist schneller und billiger als einen Pilotenführerschein zu machen.“

Auf den Weihnachtsfeiern der Händler haben sich Peter und Christian vor allem mit anderen Freunden des Motorradsports getroffen und gefachsimpelt. Im Februar  findet die Messe „Hamburger Motorrad Tage“ (HMT) statt, neue Kataloge werden gewälzt, die Motorräder weiter „personalisiert“. Dann startet Anfang März endlich wieder „die Saison“ und Peter hibbelt: „Am 1. März geht es Punkt neun Uhr wieder los. Egal was für ein Wetter ist.“ cc

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