Land unter Der verstopfte Graben, der vor dem Rothmund-Zaun verläuft (li.), ist überflutet und hat auch das Nachbargrundstück (re.) unter Wasser gesetzt Fotos: ngo

Endlich Rohr frei?

Trotz Grabenreinigung kämpft Walter Rothmund weiter gegen Wasserfluten

Archiv| Views: 230

„Land in Sicht“ hieß es für Familie Rothmund aus Schnelsen wenige Tage vor Heiligabend. Wie berichtet standen ihr Grundstück und Keller wegen eines verstopften Ablaufgrabens, der abschnittsweise vom Bezirk Eimsbüttel gepflegt werden muss, wochenlang unter Wasser.

 

Erleichterung für die Hausbesitzer in der Pinneberger Straße. Vier Tage vor Weihnachten wurden das verstopfte Ablaufrohr und der überflutete Graben gereinigt. Die Wasserfluten konnten in das öffentliche Siel ablaufen. Die Reinigung erfolgte im Auftrag der Firma Röben Immobilien, die für die Grundstückspflege der Mehrparteienhäuser in der Albertine-Assor-Straße 19 a-c zuständig ist. Da das verstopfte Ablaufrohr auf dem Grundstück der Röben Immobilien liegt, muss diese die Reinigung übernehmen, so das Bezirksamt Eimsbüttel auf Nachfrage des Niendorfer Wochenblatts. Laut Bezirkssprecher Kay Becker will die Immobilien- und Hausverwaltung Röben für eine bessere Wartung das Rechengitter vor dem Ablaufrohr erneuern. Der andere Teilabschnitt des Grabens gehört der Stadt Hamburg, sagt Becker. Für diesen Abschnitt übernimmt das Bezirksamt Eimsbüttel die Pflege.

Vorher – nachher Nach der Reinigung (Foto re.) ist das Ablaufrohr im Graben wieder zu sehen und das Regenwasser kann ungehindert ablaufen

„Grundsätzlich ist für die Grabenreinigung der Grundeigentümer zuständig, auf dessen Grund der Graben verläuft“, erklärt Becker. Da der Graben auch entlang der Grundstücksgrenzen von Familie Rothmund und einem gewerblich genutzten Grundstückt liegt, gebe es weiteren Klärungsbedarf. „Zur abschließenden Klärung der Situation der Entwässerung der an den Graben angrenzenden Grundstücke nehmen wir deshalb Kontakt mit der zuständigen Behörde für Umwelt und Energie auf“, sagt Becker. Der vom Bezirk gebaute Gehweg, der die Pinneberger Straße und den Siloahweg verbindet, und bei starken Regenfällen wie ein künstlicher Damm das Regenwasser am Versickern auf großer Fläche hindert, soll nicht umgebaut werden.

Die Ursache?

Nach Angaben von Bezirkssprecher Becker sind Sperrmüll im Graben und drei Einlaufrohre von einem Gewerbegrundstück, das an den Wassergraben grenzt, Ursache für die Überflutung.

Einige Anwohner in der Albertine-Assor-Straße nutzen zudem den kleinen Wald und den Graben als Abkürzung. „Hier werden regelmäßig sperrige Gegenstände in den Graben geworfen, um offensichtlich diesen so besser überqueren zu können“, sagt Becker. Dies kann auch Walter Rothmund bestätigen, der in Eigenintiative bereits mehrfach Sperrmüll und Unrat aus dem Graben entfernt hat. Um die unerlaubte Grabenüberquerung künftig zu verhindern, will das Bezirksamt einen Zaun aufstellen.

Doch die Regenfälle vor und nach dem Jahreswechsel sowie das Sturmtief „Burglind“ haben wieder alles unter Wasser gesetzt. Mittlerweile sind auch Nachbargrundstücke von Familie Rothmund betroffen. „Seit Tagen haben wir und unsere Nachbarn Pumpen im Dauereinsatz, um unsere überfluteten Grundstücke und Keller trocken zu legen“, sagte Walter Rothmund am vergangenen Wochenende. Damit lebt Familie Rothmund im Kampf gegen die regelmäßigen Überflutungen weiterhin im Ausnahmezustand. Das Niendorfer Wochenblatt wird weiter berichten. ngo

Comments are closed.