Birgitta Bebensee

Wie lebt es sich eigentlich im Niendorfer Osten?

Das Wochenblatt hat Bürgerinnen und Bürger, die östlich vom Garstedter Weg wohnen, gefragt

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Einen Supermarkt oder nur einen Kiosk sucht man vergebens, die nächste Bushaltestelle am Garstedter Weg ist für einige Anwohner weit entfernt. Und wie sehen die Menschen vor Ort ihre Wohnlage? Das Niendorfer Wochenblatt hat vor Ort nachgefragt: „Leben Sie gerne hier?“ und „Was fehlt und was könnte verbessert werden?“

 

Birgitta Bebensee (50): Mir gefällt die Wohngegend sehr gut. Meine Kinder sind in wenigen Minuten an der Bushaltestelle, bis Niendorf Markt ist es nicht weit und am Jungfernstieg bin ich in 20 Minuten. Ich kann jedoch nachvollziehen, dass es für ältere Menschen nicht einfach ist, zum nächsten Arzt oder Supermarkt zu kommen.

 

Horst Wienberg (83): Die Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs könnte besser sein. Zum Arzt fahre ich mit dem Taxi. Für die Hin-und Rückfahrt zahle ich knapp 25 Euro: eigentlich zu viel Geld bei meiner Rente. Den Einkauf erledige ich mit meinem Schwiegersohn und dem Auto. Dann kaufe ich für mich und meinen Hund auf Vorrat ein.

 

 

 

 

Wolfgang Burmester (71): Früher gab es hier am Teutonenweg noch einige Geschäfte. Nach und nach hat sich der Einzelhandel jedoch zurückgezogen, was ich sehr bedauere. Ich mag die Gegend, es ist schön ruhig, die Flugzeuge nehme ich gar nicht mehr wahr. An den Tibarg komme ich entweder mit dem Auto und auch mal zu Fuß.

 

 

 

 

 

Afsar Maria Müller (65): Als Privatperson wohne ich gerne hier, als Gewerbetreibende habe ich es jedoch schwer. Mit meinem Friseursalon am Teutonenweg kämpfe ich seit Jahren um Kunden. Die hohen Treppen vor dem Eingang machen es vor allem den alten Menschen schwer, mich zu erreichen. Aus dem Grund gebe ich das Geschäft 2018 auf.

 

 

 

 

 

Anne Lorenz (72): Ich lebe hier seit 1981 und fühle mich sehr wohl. Da ich einen PKW habe, sind die täglichen Einkäufe für mich kein Problem. Ältere Menschen aus der Nachbarschaft nehme ich dann auch mal mit. Ich kenne einige, die zu Fuß zum Tibarg gehen und sich dann mit dem Taxi nach Hause bringen lassen.

 

 

 

 

 

Marina Eigenseher (26): Seit 2014 arbeite ich am Teutonenweg. Mein Nagelstudio ist eines der letzten Ladengeschäfte hier. Laufkundschaft gibt es so gut wie keine, meine Kunden kommen gezielt hierher. Über eine Belebung der Ladenzeile würde ich mich freuen, vor allem ein kleiner Lebensmittelladen wäre toll.

Umfrage: Katrin Hainke

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