Streifen für den Lohkoppelweg Der geplante Fußgängerüberweg soll in Höhe Lohbekstieg, gebaut werden Foto: ngo

Zebrastreifen für den Lohkoppelweg

Tempo-30 Zone ist nach Messaktion der Polizei vom Tisch

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Eine Tempo-30 Zone wird es im Lohkoppelweg in Lokstedt nicht geben – aber einen Zebrastreifen. Zu dem Ergebnis kamen Messungen vom Polizeikommissariat 23 (PK 23) , die nun dem Regionalausschuss Lokstedt vorgestellt wurden.

 

Die gute Nachricht für alle Anwohner im Lohkoppelweg: Die große Mehrheit aller Fahrzeuge fährt langsamer als die erlaubten 50 km/h. Das sagte Ulf Siepelt, Polizeihauptkommissar und Sachgebietsleiter Verkehr vom PK 23 auf der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses.

Rund 86 Prozent aller gemessenen Fahrzeuge fährt mit einem Tempo von maximal 40 km/h durch die Straße. 14 Prozent rollen mit 41 bis 50 km/h durch den Lohkoppelweg und nur ein Prozent der Fahrzeuge fährt schneller als 50 km/h. Der schnellste Autofahrer war laut Siepelt mit 59 km/h unterwegs. Diese Zahlen beruhen auf einer 24-stündigen Messung mit einem Verkehrsstatistikgerät, die am 6. November vorgenommen wurde. Während der Messung in Höhe Lohbekstieg wurden in beiden Fahrtrichtungen insgesamt gut 2200 Fahrzeuge erfasst, sagte Siepelt. Davon waren knapp 50 Prozent Pkw. Fahrräder und Motorräder machten 20 Prozent aus. Der Rest entfiel auf Lkw, Busverkehr und Lastzüge.

Keine Tempo-30-Zone

Auf Grund dieser Messergebnisse läge „trotz wohlwollender Prüfung“ keine Voraussetzung für eine Tempo-30-Zone vor, so Siepelt. Diese war von Anwohnern gefordert worden.

Da das Messgerät nur Fahrzeuge, aber keine Menschen erfasst, hat ein Stadtteilpolizist am Messort zusätzlich die Fußgänger gezählt. Und danach kam das PK 23 zum Ergebnis, dass hier ein Zebrastreifen sinnvoll sei.

Die Realisierung einer solchen Fußgängerquerung sei jedoch aufwändig: Neben einer zusätzlichen Beleuchtung und dem Aufbau von Verkehrsschildern, spiele mit Blick auf den Busverkehr auch der richtige Standort eine wichtige Rolle, erklärte Siepelt.

Die Anordnung für einen Zebrastreifen solle das Bezirksamt Eimsbüttel kurzfristig erhalten. Im neuen Jahr soll dann eine Vor-Ort-Begehung mit allen beteiligten Parteien wie dem Fachamt Management des öffentlichen Raums und bei Bedarf von der Hochbahn, Hamburg Wasser und Stromnetz Hamburg erfolgen. Erst dann soll auch der genaue Ort für den Zebrastreifen festgelegt werden. Derzeit ist er in Höhe vom Lohbekstieg geplant. ngo

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