Erkundung VSN-Sprecher Florian Zettel (M.) führt die Besucher durch den Tunnel von Schnelsen Fotos: ngo

Hier ist Platz für alle

Auf der A7 soll es auf drei Spuren sicher durch den Schnelsen-Tunnel gehen

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Wenige Tage nach dem Paukenschlag, dass sich die Bauzeit der A7-Röhre verzögert, haben Mitglieder vom Forum Schnelsen den Tunnel-Rohbau erkundet.

 

Ausgestattet mit Warnwesten und Helmen ging es für die Besucher in den künftigen Lärmschutzdeckel von Schnelsen. Florian Zettel von der  für den Deckelbau verantwortlichen Projektgesellschaft Via Solutions Nord (VSN) begleitete die rund 20 Besucher und die CDU-Bezirks-
abgeordnete Silke Seif, die das Forum Schnelsen koordiniert.

Breit genug?

Tunneltour Die Mitglieder vom Forum Schnelsen stehen auf dem Lärmschutzdeckel, der später begrünt wird

Schon nach wenigen Metern drängte sich bei den Besuchern die Frage auf: Ist der Tunnel breit genug? „Pro fertiger Tunnelröhre haben die drei Fahrspuren jeweils eine Breite von 3,50 Meter. Der Seitenstreifen ist 2 Meter breit, hinzu kommt auf jeder Seite ein Randstreifen von je 50 Zentimeter. Die Notgehwege auf jeder Tunnelseite sind 1 Meter breit,“ klärte VSN-Sprecher Zettel auf. Der Tunnelquerschnitt entspreche der bundeseinheitlichen Richtlinie. Einige Besucher äußerten ihre Sorge, dass an der Ein- und Ausfahrt der Röhre eine starke Luftverschmutzung entstehen könnte. Laut mehreren Gutachten sollen die Tunnel- Troglage und die einkragenden Lärmschutzwände die Luft ausreichend verwirbeln, beruhigte Zettel. Verwundert zeigten sich die Besucher darüber, dass es keine Notausstiege mit Treppenhäusern an den Seiten der zwei Tunnelröhren gibt. Da der Deckel später begrünt wird und Schnelsen oberirdisch anbinden soll, sind Fluchtwege auf die Tunnel-
oberfläche nicht möglich. „Bei einer Tunnellänge von nur 550 Metern ist eine Evakuierung durch die Ein- und Ausfahrt kein Problem. Bevor wir die Weströhre freigeben, erfolgt ein umfangreicher Probebetrieb. Dazu gehört auch der simulierte Einsatz von Polizei und Feuerwehr bei möglichen Havariefällen“, so Zettel.

Das Thema Rettung entfachte unter den Besuchern eine Diskussion über die geplante zweite Feuerwehrwache im Raum Schnelsen. Wie berichtet wurde das Areal am Wunderbrunnen als neuer Standort verworfen.

Trotz einiger kritischer Fragen fiel das Resümee aber positiv aus. „Die Baukonstruktion und Größe sind sehr beeindruckend“, fasste Heinrich Flügge vom Schnelsen-Forum die Eindrücke zusammen. ngo

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