Stadtteilzentrum Die Frohmestraße soll als urbanes Zentrum von Schnelsen attraktiver werden

Die Zukunft von Eimsbüttel

Bürgerdialog Teil III: Die Wünsche der Schnelsener

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Wie die Eimsbütteler Stadtteile auch in Zukunft lebenswert bleiben können, soll das Projekt „Eimsbüttel 2040“ zeigen (das Wochenblatt berichtete).Heute ein Blick auf Schnelsen.

 

Damit Hamburgs kleinster Bezirk nicht von  den Herausforderungen im Bereich Wohnen und Verkehr überrollt wird, hat der Bezirk das Bürgerbeteiligungsprojekt „Eimsbüttel 2040“ initiiert, um so gemeinsam mit den Bürgern ein Leitbild für die Zukunftsgestaltung des Stadtteils zu entwickeln. Vier übergeordnete Ziele wurden bereits formuliert: So soll „Eimsbüttels grünes Rückgrat“ – die Landschaftsachse aus Grünzügen, Forst, Parks und Wasserflächen erhalten und sogar noch gestärkt werden. In den „Urbanen Kernen“ soll hingegen eine dichtere und höhere Bebauung möglich sein, zudem sollen sie sich durch eine gute Mischung aus Einkaufen, Wohnen und Aufenthaltsqualität auszeichnen.  Desweiteren ist der Ausbau des Schnellbahnnetzes wichtig und durch die Entwicklung der Hauptverkehrsachsen sollen diese so umgestaltet werden, dass Wohnen dort wieder attraktiver wird. Diese vier Kernthesen sind in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den Menschen in den Stadtteilen formuliert worden.

Gelungen Der Wassermann-Park wird von vielen Schnelsener positiv bewertet Fotos: ngo

Für die Schnelsener hat eine Wiederbelebung der Frohmestraße als zentrale Einkaufsstraße absolute Priorität. Die Anwohner wünschen sich ein attraktives Stadtteilzentrum. Die Frohmestraße soll künftig zum Verweilen und Begegnen einladen. Vorbild ist die jüngst umgebaute Osterstraße, in der jetzt Fußgänger und Radfahrer Vorfahrt haben. Zudem wird der schlechte Zustand der Gehwege kritisiert. Die Befragten erlebten zudem die Supermärkte als überfüllt und überlastet. Ebenso wie die Frohmestraße selbst, die als Verkehrs-Nadelöhr gilt. Insgesamt hätten die Schnelsener gern mehr Tempo-30-Zonen in ihrem Stadtteil, etwa in der Halstenbeker Straße ab Holsteiner Chaussee bis zur Julius-Leber- Schule.

Um den Charakter von Schnelsen zu erhalten, wünschen sich die Menschen den Bau von Reihen- und niedrigen Mehrfamilienhäusern und keine Hochhäuser. Die neue Bebauung an der Wählingsallee und im Riekbornweg wird von den Befragten positiv bewertet. Dabei solle der Wohnraum aber bezahlbar bleiben. Für das soziale Miteinander sei zudem ein besseres Angebot für Kinder und Jugendliche nötig. Die Freizeit- und Erholungsorte wie der Wassermann-Park werden von den Befragten positiv bewertet.

Nahverkehr

Eine weitere zentrale Rolle für die künftige Entwicklung von Schnelsen spielt der öffentliche Nahverkehr. Der Stadtteil wächst und verdichtet sich, ohne dass das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln mitwächst. Deshalb der Wunsch, dass die AKN zur S21 ausgebaut wird und als S-Bahn nicht nur während der Hauptverkehrszeiten im 10-Minuten-Takt fährt. An der AKN-Station Burgwedel fehlt ein vernünftiger Wetterschutz. Der Bau einer S-Bahnstation Schnelsen-Süd solle bevorzugt in Richtung Halstenbeker Straße erfolgen. Sollte die AKN zur S21 ausgebaut werden, wünschen sich viele Anwohner eine Umsteigemöglichkeit von der S- in die U-Bahn. Aus diesem Grund soll eine Verlängerung der U-Bahnlinie 2 bis nach Schnelsen geprüft werden. Weitere Infos unter www.eimsbuettel2040.de.      ngo

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