Eimsbüttel 2040 im Blick

Bürgerbefragung im Bezirk: Der heutige Teil zwei stellt die Wünsche der Lokstedter vor

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Vor einem Jahr hat das Bezirksamt einen Bürgerdialog gestartet, um ein räumliches Leitbild für die Zukunft von Eimsbüttel zu erarbeiten.

 

Bezirksamtsleiter Kay Gätgens will mit „Eimsbüttel 2040“  ein „Regiebuch“ in der Hand haben, um auf die Anforderungen der wachsenden Stadt reagieren zu können. Wie berichtet ist verstärkt Wohnungsbau an den Hauptstraßen vorgesehen. Zudem gilt der Ausbau des Schnellbahnnetzes als stärkster Motor für eine nachhaltige Stadtteilentwicklung. Laut Gätgens soll von der geplanten U-Bahnlinie 5 vor allem Lokstedt profitieren.

Die Lokstedter erleben ihren Stadtteil als ruhig und grün. Deshalb wurde vielfach die Befürchtung geäußert, dass Lokstedt durch weitere Bau- und Verdichtungsmaßnahmen seinen grünen Charakter verlieren könnte. So wird der Erhalt der Kleingärten gefordert. Auf der anderen Seite sollen Schulen, Kitas und Sportplätze mit dem Bevölkerungszuwachs Schritt halten. Im Bereich Freizeit könnten Tennisplätze oder ein Hockey-Platz und eine Dreifeldhalle auf der Wiese in der Döhrntwiete entstehen. Auch der Wunsch nach mehr Spielplätzen und einer besseren Pflege dieser Plätze wurde geäußert. Konkret sollen der Bolzplatz im Von-Eicken-Park saniert und die Spielplätze weitere Spielgeräte erhalten.

Im Gegensatz zu den Niendorfern vermissen die Lokstedter ein echtes Ortszentrum, das Geschäfte und Gastronomie bieten sollte. Ein schöner Dorfplatz mit Sitzplätzen, eine Begegnungsstätte und eine Markthalle für regionale Produkte auf dem DRK- und THW-Gelände wurde genannt. Davon würde auch die benachbarte Grelckstraße profitieren, die durch eine Sperrung für den Durchgangsverkehr als Einkaufsmeile aufgewertet werden könnte.

Auch der Verkehr wurde mehrfach negativ bewertet. Besonders der Siemersplatz gilt als problematisch. Die Überquerung für Fußgänger ist schwierig. Breitere Fußwege, größere Verkehrsinseln, eine bessere Ampelschaltung und mehr Grün werden gefordert. Hinzu kommen die belastende Verkehrssituation am Grandweg und die fehlenden Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger an der Julius-Vosseler-Straße. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs hat deshalb für viele Priorität. Für die geplante U5 sollte in Lokstedt eine weitere Station zwischen Siemersplatz und Hagenbecks Tierpark entstehen, etwa am Oddernskamp. Weitere Infos unter www.eimsbuettel2040.de. ngo

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