Der große Bagger legt die Baustelle bis zu einer Tiefe von elf Metern frei Foto: cc

Der Große braucht Platz

Paul-Sorge-Straße wegen Baggereinsatz gesperrt, aber alles im Zeitplan

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Seit wenigen Tagen ist die Paul-Sorge-Straße in Niendorf komplett gesperrt. Grund sind die Arbeiten für eine barrierefreie U-Bahn-Station Joachim-Mähl- Straße. Denn nun ist ein großer Bagger im Einsatz (das Niendorfer Wochenblatt berichtete) und der braucht Platz.

 

Mit seinem Baggerarm und der  Schleppschaufel ist der Ausschwenkbereich so groß, dass es ohne Komplettsperrung der Straße  zu Unfällen hätte kommen können. Während der kleine Bagger vorher nur drei Meter tief das Erdreich ausbaggern konnte, legt der Große nun mit Kraft und teilweise viel Druck den U-Bahnschacht bis in eine Tiefe von elf Metern frei.

Bauprojektleiter Frank Scheffler informierte beim Vor-Ort-Termin Foto: cc

Problem: Das Grundwasser steht an dieser Stelle so hoch, dass die Arbeiten im Wasser stattfinden müssen. „Wir haben hier einen Schwierigkeitsgrad wie bei der U4“, erläutert Frank Scheffler, der Bauprojektleiter der Hamburger Hochbahn. „Das Grundwasser innerhalb der Baugrube kann auch nicht abgepumpt werden, weil sonst der Druck von außen zu groß wird.“

Zwei Fahrstühle bekommt die neue U-Bahn-Station, damit sie in Zukunft barrierefrei ist und auch für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle gut zu erreichen sein wird.

Finanziert durch die Stadt Hamburg soll sie spätestens Ende Sommer 2018 fertig sein. „Durch weniger Fahrzeuge auf der Straße und auf den Parkplätzen werden die Anwohner alle von den Neuerungen profitieren“ so der Sprecher der Hochbahn, Christoph Kreienbaum. „Außerdem werden die Wege für die Anwohner des neuen und zweiten Zugangs deutlich verkürzt sein, so dass – und das haben Untersuchungen ergeben – auch mehr Menschen die U-Bahn nutzen werden. Und wenn mehr Leute die U-Bahn nutzen, wird sich sicher auch die Taktung der Züge verbessern …“, so Kreienbaum.

Am Sonntag, 17. Dezember, sollen die Arbeiten mit dem großen Bagger beendet sein. Dann wird das Betonfundament aufgebracht und weitere Arbeiten im Erdreich sind nötig.

Ein Fahrstuhl zwischen Joachim-Mähl-Straße und Seesrein ist schon fast fertig Foto: cc

Vom 2. bis zum 12. Januar 2018 wird die U-Bahn-Station komplett gesperrt. Dann werden alle Arbeiten im Inneren ausgeführt. „Es gibt auch neue Wandfliesen“, verrät Bauprojektleiter Scheffler. Mitte Januar geht die Station in den sogenannten Gleiswechselbetrieb, das heißt es wird immer nur ein Bahnsteig angefahren. Ende Sommer 2018 soll alles fertig sein. cc

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