Stadtteilzentrum Die Einkaufsmöglichkeiten am Tibarg, die Anbindung und der Parkraum werden von den Niendorfern positiv bewertet Foto: ngo

Zukunftsplan für Eimsbüttel

Bezirk Eimsbüttel präsentiert sein Leitbild: In unserem Teil eins geht es um die Ideen für Niendorf

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Der Eimsbütteler Bezirksamtschef Kay Gätgens stellt die Ergebnisse der Bürgerbefragung „Eimsbüttel 2040“ vor. Topthemen sind Mobilität, Grünflächen und Wohnen.

 

Wie und wo soll Hamburg wachsen? Bis 2030 wird die Hansestadt zwei Millionen Einwohner haben. Auf dieses anhaltende Wachstum muss auch Eimsbüttel reagieren. So baut der Bezirk jährlich 1050 neue Wohnungen, bis 2040 insgesamt 25 000 Wohneinheiten. Dabei ist  Eimsbüttel der kleinste und am dichtesten besiedelte der sieben Hamburger Bezirke. „Damit Eimsbüttel dem Wachstum der Stadt nicht hinterherlaufen muss, hat der Bezirk vor einem Jahr das Leitbild ‚Eimsbüttel 2040’ mit Bürgerbeteiligung aufgelegt“, erklärt Gätgens. Bei der Online-Umfrage wurden die Themen Mobilität und Infrastruktur, Wohnen, Einkaufen, Freiraum und Grün, Soziales, Freizeit und Arbeiten abgefragt. Ziel war es, eine Art Regiebuch für die Zukunft Eimsbüttels zu erhalten. Erste Ergebnisse sind die vier Schwerpunkte „qualitätsvolle Grünflächen“, „lebendige Kerne“, „neue Schnellbahnen“ und „attraktive Magistralen“.

So sollen Eimsbüttels Grünflächen wie das Niendorfer Gehege als Landschaftsachse erhalten und besser mit den anderen Grünflächen verbunden werden. Stadtteilzentren wie der Tibarg in Niendorf könnten durch dichtere und höhere Bebauung als Wohn- und Einkaufsstandort attraktiver werden. „Von der geplanten U5 werden Lokstedt und Stellingen profitieren, Schnelsen und Eidelstedt von der S 21“, so der Bezirkschef.

Durch eine Umgestaltung von Hauptverkehrsstraßen wie der Kollaustraße in Niendorf soll das Wohnen an Magistralen mehr Lebensqualität erhalten. Vorbild ist die Hoheluftchaussee mit neuen Wohngebäuden mit integrierten Geschäften und Gastronomie sowie breiteren Geh- und Radwegen.

Bürgerwünsche

Auch auf Wochen- und Weihnachtsmärkten wurden die Menschen befragt. Die Vor-Ort-Beteiligung der Niendorfer war besonders hoch. Die Niendorfer schätzen besonders die grüne Lunge des Stadtteils, das Niendorfer Gehege. Eine Bebauung wird deshalb abgelehnt. Denkbar wäre auch eine Sperrung der Durchfahrtsstraße durch den Park. Priorität haben der Erhalt und die bessere Pflege aller Grünflächen wie etwa der Kollauwanderweg. Wohnungsbau auf Grünflächen wird prinzipiell abgelehnt. Die Einkaufssituation am Tibarg wird mehrheitlich positiv bewertet, besonders die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die Parkmöglichkeiten. Einige wünschen sich  ein vielfältigeres Angebot. In Niendorf Nord sehen die Anwohner hier besonderen Verbesserungsbedarf.

Magistrale Die Kollaustraße soll durch Umbaumaßnahmen verstärkt für den Wohnungsbau attraktiv werden Foto: ngo

Der dichte Verkehr auf der A7 und auf dem Ring wird allgemein als belastend empfunden. Bessere Fahrradwege haben für die Bürger Priorität, dies gilt auch für die Vielohbrücke. Hier wünschen sich die Befragten einen sicheren Übergang für Schulkinder.

Ein Wunsch wurde bereits erfüllt: Seit Anfang November fährt die U2 im Fünf-Minuten-Takt bis zur Endstation Niendorf Nord. Bisher verkehrte sie im  Zehn-Minuten-Takt.

Damit Verwaltung und Politik nicht am Bürger vorbeiplanen, kann noch bis Donnerstag, 30. November, im Internet auf www.eimsbuettel2040.de über die sieben Kernthemen wie etwa Grünflächen, Wohnen oder Verkehr abgestimmt werden. „Nur so erfahren wir, welche der sieben Prioritäten bei den Menschen Vorrang hat“, sagt Jan Philipp Stephan, Leiter Stadt- und Landschaftsplanung vom Bezirk Eimsbüttel. ngo

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