Im Rahmen des fünfzügigen Ausbaus erhält das Gymnasium Bondenwald einen Erweiterungsbau für die Sekundarstufen 1 und 2 Foto: Heider Zeichardt Architekten

Wegweisender Neubau

Gymnasium Bondenwald setzt Ausrufezeichen

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Sie haben sich auf Messen informiert, mit Experten ausgetauscht, sich von Schulen in der Schweiz und in Skandinavien inspirieren lassen und auf ein Architekten-Team gesetzt, das die Universität in Moscat (Oman) realisiert hat . Denn mit ihrem Neubau für die Sekundarstufe wollen die Pädagogen und Schüler des Gymnasiums Bondenwald für Hamburg ein Zeichen setzen.

 

Die Gestaltungsentwürfe sind fertig gestellt, alle stehen in den Startlöchern und im  Sommer sollen die Gebäude in Sportplatznähe abgerissen werden, um Platz für das Neue zu schaffen. 8,1 Millionen Euro werden dafür von Schulbau Hamburg investiert. „Das wird etwas Einzigartiges für Hamburg“, so Schulleiterin Renate Just. Denn: Die zwei neuen Gebäude für Mittel- und Oberstufe werden durch ihre Gestaltung, Raumaufteilung und riesigen Glasfronten neue Maßstäbe setzen und den Grundstein für ein innovatives pädagogisches Konzept legen.

So werden die Klassen sieben bis neun im Neubau jeweils eine ganze Etage für sich bekommen, mit Klassenräumen, Differenzierungsräumen für besonderes Arbeiten – zum Beispiel bei Projekten – und extra breiten Fluren, die auch als Lernzonen genutzt werden. „Gerade in der Pubertät sind für die Mädchen und Jungen Freiräume wichtig. Diese haben sie dann in vollem Umfang und dadurch wird das individuelle Lernen enorm gestärkt“, so Just.

Jahrgangsübergreifend

Ab Klasse zehn wird dieser Ansatz weiter verstärkt – hin zum jahrgangsübergreifenden Schulalltag. So gibt es im Oberstufenhaus für die Jahrgangsstufen keine gebundenen Räumlichkeiten mehr, dafür modern und entspannend gestaltete Lernlandschaften und Lesegalerien. Halbhohe Trennwände schaffen Nischen und fließende Übergänge. „So kann sich jeder Kurs oder jede Projektgruppe den Lernraum individuell herrichten, hat Ruhe und ist trotzdem nicht abgetrennt.“ Außerdem fördere die moderne Objektgestaltung auch das Projekt „Lernen durch Lehren“,  bei dem ältere Schüler die jüngeren unterstützen und unterrichten.

Auch für das Schulmobiliar gibt es tolle Ideen Foto: fotolia

Im Erdgeschoss des Oberstufengebäudes entstehen eine Bibliothek als Selbstlernzentrum und ein mit allen medialen Raffinessen ausgestattetes Auditorium über zwei Etagen – nutzbar von der Vorlesung bis zu Theateraufführungen. „Das wird schon Universitäts-Atmosphäre haben“, erklärt Just. Geplant ist auch ein Außen-Lernbereich für die ältesten Gymnasiasten. Bei den dortigen Sitzgelegenheiten stehen ebenso wie beim Schulmobiliar originelle Lösungen im Vordergrund. „Das kann auch mal ein Sitzsack sein“, so Just.

Zwei Jahre Bauzeit

Ab dem Start im nächsten Jahr wird mit zwei Jahren Bauzeit gerechnet. „Lernen drinnen und draußen, viele flexible Möglichkeiten, wunderbare Farbakzente, neue Prozesse und Pädagogik-Konzepte und viel natürliches Licht werden unseren Schülern einen zukunftsweisenden Schulalltag ermöglichen“, sagt sie weiter. Stolz und glücklich seien alle darüber, dass der wunderbar herrliche Baumbestand auf dem Grundstück erhalten bleibt und integriert wird.

Parallel zum Neubau werden übrigens die Fachräume und die Außenfassaden saniert, Schulhöfe neu und altersgerecht gestaltet. Außerdem folgt im Anschluss noch der Bau der neuen und wesentlich vergrößerten Sporthalle, in Kooperation mit dem Niendorfer TSV.      moe

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