Schnelsens Zentrum Die Mitglieder des Regionalausschusses Lokstedt machen sich für die Gestaltung der Frohmestraße stark Foto: ngo

Gemeinsam für Schnelsen

Regionalausschuss hat die Probleme der Frohmestraße im Fokus

Archiv| Views: 950

Das Schnelsener Stadtteilzentrum muss attraktiver werden. Mit einem gemeinsamen Antrag von CDU, SPD und Grünen soll der politische Druck auf den Bezirk Eimsbüttel verstärkt werden.

 

Der Bau der A7-Röhre mit der überirdisch geplanten Grünanlage reichen nicht aus, damit sich die Frohmestraße positiv entwickelt. Darüber sind sich die Parteien im Regionalausschuss Lokstedt einig.

Ein interfraktioneller Antrag, der den jüngst von der CDU allein eingereichten Antrag ersetzt, soll jetzt einen Prozess in Gang setzen, damit sich das „Dorf“ ähnlich positiv entwickelt wie die Osterstraße oder der Tibarg. „Wir müssen die Kaufkraft erhalten“, sagt die Schnelsener CDU-Bezirksabgeordnete Silke Seif. „Die Händler gehen raus und die Einkaufsattraktivität sinkt immer weiter. Im ersten Quartal 2018 muss etwas passieren“, sagt Seif weiter.

Zu eng, zu viele Autos und Busse – die Verkehrssituation in der Frohmestraße lädt nicht zum Verweilen und Flanieren ein Foto: ngo

Auch die SPD will die Frohmestraße weiter entwickeln. Deshalb sei es entscheidend, dass wichtige Anträge von allen Fraktionen getragen werden. „Die Aussicht auf Erfolg steigt, wenn alle mitziehen“, so Koorosh Armi, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. In ihrem gemeinsamen Antrag fordern die Kommunalpolitiker den Eimsbütteler  Bezirksamtschef Kay Gätgens auf, ein Status-quo-Papier zu erarbeiten. Es soll alles auflisten: die Situation des Einzelhandels, die Leerstände, die Verkehrssituation, Tiefgaragen- Bau und die Entwicklungsmöglichkeiten für Wohnen und Arbeiten. Diese Bestandsaufnahme könnte die Basis sein, um mit Experten wie der Interessengemeinschaft „Herz von Schnelsen“ und Vereinen eine Handlungsperspektive zu erarbeiten. „Wir wollen nicht erst nach Fertigstellung des Tunnels beginnen“, sagt Armi. Deshalb fordert die SPD im neuen Antrag, dass der Bezirk die Frohmestraße im Rahmen der Entwicklungsplanung „Eimsbüttel 2040“ betrachtet.

„Das Leitbild ‚Eimsbüttel 2040’ wird das Stadtbild unseres Bezirks deutlich verändern. Die Schnelsener Zentrumsentwicklung darf nicht parallel erfolgen“, sagt auch Ali Mir Agha, Bezirksabgeordneter der Grünen.

Wichtig für alle Parteien: Die Schnelsener sollen bei der Planungsdiskussion mitmachen. Das Bürgerbeteiligungsprojekt „Lokstedt 2020“ hat laut Mir Agha eine Vorbildfunktion. Nach dem Willen der Antragsteller soll das Bezirksamt eine erste Ausarbeitung im Regionalausschuss Lokstedt Anfang 2018 vorstellen. ngo

Comments are closed.