Linie 21 oder andere Linien bis zum Flughafen verlängern? Der HVV lehnt die Leservorschläge ab, da an der B433 keine Haltestellen eingerichtet werden können Foto: bk

Niendorfer Dauerthema „Flughafenanbindung“

HVV-Sprecher nimmt Stellung zu Vorschlägen von Lesern, wie der Hamburg Airport per Bus besser erreichbar wäre

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Ein Dauerbrenner bei den Leserzuschriften ans Niendorfer Wochenblatt ist die Erreichbarkeit des Flughafens per Bus.

 

Das Niendorfer Wochenblatt hat beim Hamburger Verkehrsverbund (HVV) nachgefragt und Leservorschläge eingereicht. Die ausführliche Antwort von HVV- Pressesprecher Rainer Vohl wird hier dokumentiert:

„Bessere Verbindungen von Niendorf zum Hamburg Airport werden immer wieder gefordert, mit Verweis auf die räumliche Nähe. Das Flughafengelände wirkt allerdings als Barriere, die Terminals sind von Niendorf aus leider nur über Umwege zu erreichen. Zwei Fahrwege um das Flughafengelände herum stehen zur Verfügung: der Krohnstiegtunnel im Norden und die Kollaustraße im Südwesten.

Beide Wege werden tagsüber regelmäßig befahren. Durch den Krohnstiegtunnel verkehrt die MetroBus-Linie 24 im Abschnitt U Niendorf Nord – U Langenhorn Markt; über die Kollaustraße fährt die MetroBus-Linie 23 ab
U Niendorf Markt in Richtung Lufthansa-Basis. Beide Linien verkehren über weite Teile des Tages alle 10 Minuten.

An der Haltestelle Lufthansa-Basis besteht Anschluss an die Linie 292 in Richtung Airport, zusätzlich zum Holiday-Shuttle- Bus, der kostenlos zu den Terminals und wieder zurück fährt (von 3.45 Uhr bis 24 Uhr alle 10 Minuten). Die Gesamtfahrzeit ab Niendorf Markt beträgt etwa 30 Minuten.

Darüber hinaus gehende direkte Busverbindungen wie die vorgeschlagene Weiterführung der Linie 21 durch den Krohnstiegtunnel würden einen hohen betrieblichen Aufwand für eine vergleichsweise geringe Fahrgastzahl bedeuten. Auf der langen Fahrtstrecke über die B433 könnten keine weiteren Haltestellen eingerichtet werden und somit keine zusätzlichen Bereiche an das ÖPNV-Netz angeschlossen werden.

Hinzu kommt: Die Fahrt zu den Terminals erfordert Zeit, unter anderem auch durch das Auslösen von Schranken/Sperren, was die Fahrstrecke für hier nur durchfahrende Fahrgäste unattraktiv macht. Würde die Linie hingegen am Flughafen enden, müssten zunächst geeignete Warteplätze gefunden werden, um die notwendigen Lenkzeitpausen und Pufferzeiten zur pünktlichen Rückfahrt zu gewährleisten.“ bk

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