Schick und trocken Die Gehege-Besucher können sich jetzt über sechs Kilometer rundum erneuerte Wege freuen Foto: moe

Neue Wege fürs Gehege

Spazierpfade auf rund sechs Kilometern wurden in Niendorfs Erholungswald instand gesetzt

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Der bedenkliche Zustand der Spazierwege im Niendorfer Gehege ist seit Jahren ein großes Problemthema. In den letzten Tagen nun fand endlich die langersehnte Grundinstandsetzung statt.

 

Immer wieder beschwerten sich Gehege-Besucher über die Stolperfallen, riesigen Pfützen und Matschlöcher auf den Pfaden durch Niendorfs grüne Oase. „Wir waren immer bemüht, schnell zu reagieren und Abhilfe zu schaffen, doch handelte es sich dabei meist nur um Notlösungen“, so Gehege-Förster Sven Wurster.

Dank der finanziellen Unterstützung des Vereins Pro Niendorfer Gehege konnten einige Pfade in 2015 erneuert werden. Doch eine nachhaltige, großflächige Grundsanierung war dringend nötig. Nun stellte das Bezirksamt Eimsbüttel die dafür benötigten Gelder zur Verfügung. „Wir freuen uns natürlich riesig, dass damit endlich die Maßnahme ermöglicht wurde“, so Sven Wurster. Im Frühjahr hatte Bezirksamtsleiter Kay Gätgens bereits zugesagt, sich des Wegeproblems anzunehmen – und Wort gehalten.

Mit seinem Bagger und dem seitlichen Schaufel-Spezialaufsatz vertiefte Kristian Draeger die Wegränder, damit das Regenwasser zukünftig gut ablaufen kann Foto: moe

Die Ausschreibung der Arbeiten konnte Kristian Draeger mit seinem Landschaftsbauunternehmen aus Schleswig-Holstein für sich entscheiden und war nun die letzten Wochen im Wald unterwegs – mit schwerem Gerät.  Er beseitigte zuerst das Laub auf den Wegen, vertiefte mit einem speziellen Schaufelaufsatz die Seitenränder der Wege, damit das Wasser auf der Fläche nicht mehr stehenbleibt. „Genau das war bisher das Problem“, so der Förster. „Kleine Erdhügel bremsten das Regenwasser und ließen riesige Pfützen entstehen“, erklärt Wurster.

Nun wurden die Wege mit einem Dachprofil errichtet. Das heißt: Sie sind in der Mitte leicht gewölbt und erlauben damit einen natürlich Abfluss. 2500 Tonnen an Wegebaumaterial wurden gebraucht.

Wetter „arbeitete“ mit

„Das Wetter war prima und es wurden sogar die Sonnabende für die Maßnahme ausgenutzt. Nun konnten wir die Arbeiten schon früher als geplant abschließen“, so Wurster.

Einige der Pfade hatten noch eine vernünftige Unterschicht, bei anderen wurde sie komplett neu mit Grobmaterial aufgebaut. Darüber kam eine Deckschicht aus feinerem Material. „Dafür verwenden wir ausschließlich Naturschotter“, so Wurster.

Auf rund sechs Kilometern der 16 Kilometer langen Spazierwege waren diese Arbeiten nötig. „Ich freue mich besonders darüber, dass der Zugang zu unserer neuen Gehege-Aussichtsplattform nun endlich endgültig barrierefrei möglich, da alle Wege dorthin erneuert wurden und damit auch für die Bewohner des nahegelegenen Seniorenzentrums ein Spaziergang dorthin wesentlich erleichtert wird“, so Gehege-
Förster Sven Wurster. Auch die Pfade von der Niendorfer Kirche am Markt zum und rund um den Spielplatz wurden instand gesetzt.                         moe

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