Der neue Vorsitzende Nils Kahn, ein gebürtiger Niendorfer, hat viele Zukunftspläne für den NTSV Foto: privat

Aufbruchstimmung beim NTSV

Der neue Vorsitzende ist ein alter Bekannter: Nils Kahn ist der Nachfolger von Michael Vierth

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Nach neun Jahren als Vereinsvorsitzender des Niendorfer Sport- und Turnvereins (NTSV) hat sich Michael  Vierth aus persönlichen Gründen zurückgezogen. Zu seinem Nachfolger ist Nils Kahn gewählt, der bereits von 1997 bis 2008 Erfahrungen auf diesem Posten sammelte. Im Bewusstsein des Arbeitsumfangs dieses Ehrenamts, dankt Nils Kahn Michael Vierth für sein jahrelanges Engagement und wird sich dafür besonders starkmachen, dass der NTSV ein wesentlicher Eckpfeiler für die Niendorfer in ihrer Freizeit bleibt.

Mit rund 8500 Mitgliedern zählt der NTSV zu den 20 größten Sportvereinen Deutschlands und bietet 45 verschiedene Sportarten an. Besonders beliebt ist die Schwimmschule an der Paul-Sorge-Straße, wo Kinder ihre Schwimmabzeichen ablegen können. „Dass jeder fünfte

Niendorfer NTSV-Mitglied ist, macht uns natürlich enorm stolz, aber darauf ruhen wir uns nicht aus“, so der 45-jährige Vater von drei Töchtern.

Nach der abgeschlossenen Sanierung der gut besuchten Tennishallen und der für 2018 geplanten Frischzellenkur für das hauseigene Fitnessstudio Adyton gibt es zahlreiche weitere Vorhaben, die der NTSV in den nächsten Monaten angehen wird.

 

Der Verein will sich zukünftig wieder mehr im Stadtteil vernetzen

 

Im Gespräch mit dem Niendorfer Wochenblatt erklärt Nils Kahn die Zukunftsplanungen.

 

Niendorfer Wochenblatt: Wie steht es um den Zeitplan beim Neubau am Bondenwald?

Nils Kahn: Es geht mit großen Schritten voran. Wir wollen in Kürze das Richtfest feiern und dort im Mai 2018 mit unserer Geschäftsstelle einziehen. Die Planung zur Belegung der neuen Halle ist bereits angelaufen. Wir freuen uns sehr auf diese für uns wichtige Entwicklung, in die immerhin zwei Millionen Euro investiert werden.

 

NW: Sie suchen auch verstärkt nach neuen Kooperationen?

Kahn: Der NTSV wird sich wieder mehr mit anderen Institutionen vernetzen und so zum Beispiel zu einem Neujahrsempfang einladen. Wir möchten die starke und enge Zusammenarbeit in Niendorf, die zum Teil bereits gut etabliert ist, weiter vorantreiben. Für uns ist es unabdingbar, dass Schulen, Kindergärten, Vereine, Kirchen, Arbeitsgemeinschaften, aber auch lokale Unternehmer eng miteinander kooperieren.

 

NW: Welches Gewicht hat das Engagement Ehrenamtlicher für den NTSV?

Kahn: Sie sind eine absolut unverzichtbare Stütze! Und ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei allen bedanken, die den NTSV so leidenschaftlich unterstützen. Wie viele Vereine müssen aber auch wir uns der Tendenz stellen, dass die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Arbeit abnimmt. Wir würden beispielsweise gern unser Angebot im Nachwuchsbereich ausbauen. Doch leider machen es veränderte Schulkonzepte und das G8- Abitur schwer, Jugendliche als Trainer oder Übungsleiter zu gewinnen. Auch im engeren Vorstand suchen wir noch nach unterstützende Kandidaten.

 

NW: Mit welcher Strategie wollen Sie das Personal-Problem angehen?

Kahn: Der NTSV braucht eine neue Struktur. Wir werden im Februar einen Workshop mit vielen Ehrenamtlichen durchführen. Dabei wollen wir unter anderem erarbeiten, wie wir uns neu aufstellen wollen, um zeitgemäß zu bleiben. Dieser Prozess soll bis 2019 umgesetzt sein. Der NTSV wird zudem die Zahl hauptamtlicher Mitarbeiter verstärken. So suchen wir aktuell eine männliche oder weibliche Assistenz für unseren Geschäftsführer Mike Schreiber.

 

NW: Etwas ganz Großes kommt dann im Jahr 2019 auf den NTSV zu?

Kahn: Unser Verein wird in diesem Jahr 100 Jahre alt! Die Mitglieder unseres Öffentlichkeitsarbeits- Ausschusses arbeiten bereits zusammen mit dem Forum Kollau an der historischen Aufarbeitung. Feiern werden wir dieses Jubiläum natürlich auch. Lassen Sie sich überraschen!

 

Gespräch: Claudia Möller

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