Warme Decken für den Winter brachten (von links) Frank Leddig, Heinz Dreyer, Jutta Michel und Charly Michel in den Wohncontainer Foto: bk

Start des Notprogramms für Obdachlose

Wohncontainer stehen bis Ende März auch in Niendorf und bieten zwei Menschen eine Unterkunft

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Auch im Winter 2017/18 beteiligt sich die evangelische Kirchengemeinde Niendorf wieder am Hamburger Winternotprogramm.

 

Die Stadt Hamburg stellt hierfür von Anfang November bis Ende März Wohncontainer bereit, unter anderem auch im Sachsenweg vor der Verheißungskirche. Ehrenamtliche aus der Niendorfer Kirchengemeinde räumten die Container ein und werden sich in den kommenden Wochen und Monaten um die obdachlosen Gäste kümmern.

Ein paar Quadratmeter müssen reichen, mit Bett, Tisch, Stuhl, Schrank, Decken und Koch-
utensilien. „Das ist nicht viel, aber es ist viel besser als Übernachten in den Massenunterkünften“, sagt Heinz Dreyer vom ehrenamtlichen Helferkreis. Denn egal, wie das Wetter ist: die Massenunterkünfte müssen jeden Morgen verlassen werden, und Privatsphäre gibt es auch nicht.

Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, wer diesen Winter am Sachsenweg wohnen wird, aber voraussichtlich werden es wieder zwei Frauen sein. Heinz Dreyer: „Sie werden von der Kemenate ausgesucht, einem Eimsbütteler Tagestreff für wohnungslose Freuen.“ Außer dem kleinen Wohncontainer verfügen die über einen kleinen Sanitärcontainer daneben.

Auch im vorigen Winter wurden in den Containern zwei Frauen betreut – mit ganz unterschiedlichen Schicksalen. Die eine hatte schon 17 Jahre „Platte machen“ hinter sich, die andere kam aus Österreich, und bei ihr ging es nach einer gescheiterten Ehe immer weiter bergab. Wieder bergauf geht es danach allerdings für die wenigsten: erst ein Mal kam ein Sachsenweg-Bewohner wieder in Arbeit.  bk

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