Der BUND kritisiert verspätete Landungen Foto: saschay2k / pixelio.de

Zu viele Flüge verspätet

BUND beklagt zunehmenden Fluglärm durch mehr nächtliche Starts und Landungen in Hamburg

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Der BUND Hamburg beobachtet deutlich mehr nächtliche Starts und Landungen auf dem Flughafen. Die Umweltschutzorganisation erklärt die Pünktlichkeitsoffensive für gescheitert und fordert ein konsequentes Nachtflugverbot.

 

In den ersten drei Quartalen des Jahres haben sich laut BUND die Landungen außerhalb der offiziellen Betriebszeit nach 23 Uhr mit 615 gegenüber 525 im Jahr 2016 deutlich erhöht. Bei den nächtlich verspäteten Starts hat sich die Anzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 233 fast verdoppelt. „Die im vergangenen Jahr vereinbarte Pünktlichkeitsoffensive hat nichts gebracht. Jetzt zeigt sich, dass trotz Einführung der neuen Entgeltordnung die Verspätungen sogar zunehmen“, kritisiert Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.  Die offiziellen Zahlen des Flughafens liegen noch nicht vor, Sprecherin Janet Niemeyer geht aber von einer Übereinstimmung aus. Hinsichtlich der Entgelterhöhung, die im Juni dieses Jahres in Kraft getreten ist, stellt Niemeyer klar: „Im laufenden Flugjahr ist es für ein Fazit noch zu früh. Die Airlines hatten noch nicht viel Gelegenheit, dies umzusetzen.“ Auch die Rechnungen für die Verspätungen hätten sie noch nicht erhalten. „Hamburg kann sich vom europäischen Luftverkehr nicht abkoppeln“, erklärt Niemeyer und weist darauf hin, dass es zu Verspätungen schon während des Tages oft während der Abfertigung kommt. Insbesondere im Sommer haben diese aufgrund knapper Kapazitäten in der Flugsicherung extrem zugenommen. „Verspätungen können auch nicht auf dem Rücken der Passagiere ausgetragen werden“, sagt Niemeyer mit Blick auf ein konsequentes Nachtflugverbot. Verbindungen, die besonders störanfällig seien, würden sehr genau angeschaut. Die Fluglärmschutzbeauftragte prüfe darüber hinaus alle Verspätungen.    mf

 

Die Fluglärmschutzbeauftragte der Behörde für Umwelt und Energie, Gudrun Pieroh- Joußen ist erreichbar unter Tel. 428 40 23 80 oder gudrun.pie roh-joussen@bue.hamburg.de. Ausführliche Informationen und Beschwerdemöglichkeiten auf www.hamburg.de/fluglaerm

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