Das Dorf Nach Willen der Bezirks-CDU soll die Frohmestraße als Schnelsener Zentrum gestärkt werden Foto: cs

Schnelsens Zentrum stärken

CDU-Antrag will Entwicklung in der Frohmestraße positiv steuern

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Es soll nur noch ein, zwei Jahre dauern: Dann ist der Stadtteil Schnelsen endlich nicht mehr durch die Autobahn getrennt, sondern durch den Lärmschutzdeckel und eine überirdische Grünanlage wieder verbunden. Eine Chance für den Stadtteil – und besonders auch für das Schnelsener Zentrum, die unmittelbar benachbarte Frohmestraße.

 

Allerdings steht es um das „Dorf“, wie viele Schnelsener das Stadtteilzentrum noch immer nennen, aktuell nicht besonders gut. „Leerstände, fehlender Branchenmix, konzeptloses Ersetzen abgängiger Gebäude durch Neubauten ohne zentrumsbildenden Charakter sowie fehlende oder unattraktive Flächen für den Durchgangs- und Parkverkehr – allein die Überdeckelung der Autobahn wird die Fehlentwicklungen nicht aufhalten können“, ist sich die Schnelsener CDU-Bezirksabgeordnete Silke Seif sicher. Sie hat daher einen Antrag zur jüngsten Sitzung der Bezirksversammlung eingereicht, der die Zentrumsentwicklung Frohmestraße positiv steuern will. Ihr Vorschlag: Zunächst solle ein Status-quo-Papier erarbeitet werden, welches Aspekte wie Einzelhandelsangebote, Entwicklungen zu kombiniertem Arbeiten und Wohnen, die Verkehrs-Situation, Freiflächen, Tiefgaragen für Parkmöglichkeiten sowie städtebauliche Ansätze zur Charakterbildung auflistet.

Perspektive entwickeln

Gemeinsam mit relevanten Experten wie der Interessengemeinschaft „Herz von Schnelsen“, Vereinen, Verbänden und Bildungseinrichtungen könnte darauf aufbauend die Politik, namentlich der Regionalausschuss Lokstedt, eine Perspektive für ein attraktives Stadtteilzentrum entwickeln.

Mit Bürgerbeteiligung

Und: Ähnlich wie beim Bürgerbeteiligungsprojekt „Lokstedt 2020“ würde auch die Schnelsener Bevölkerung die Möglichkeit erhalten, eigene Ideen sowie Kritik und Anmerkungen einzubringen. „Ziel ist die Verständigung auf ein verbindliches Umsetzungskonzept“, so Seif. Ihr Antrag wurde von den übrigen Fraktionen grundsätzlich positiv aufgenommen. Er wurde allerdings für die weitere Bearbeitung einstimmig in den Regionalausschuss Lokstedt überwiesen. Das Niendorfer Wochenblatt wird weiter berichten. cs

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