5000 Schnelsener Kröten in Fangeimern eingesammelt

Nabu veröffentlicht Bilanz seiner diesjährigen Amphibienaktion

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Fleißig waren die Nabu-Ehrenamtlichen auch in der Amphibiensaison 2017. Das Foto zeigt einen Teil der Bezirksgruppe, die sich in Lokstedt trifft Foto: privat

Über eine überraschende Zunahme des Krötenbestandes im Schnelsener Norden freut sich der Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

 

Am Schutzzaun haben die Ehrenamtlichen 4968 Kröten eingesammelt und über die Straße zum Teufelssee getragen – ein absoluter Rekord und eine Zunahme um über 25 Prozent gegenüber 2016. Besonders viel zu tun hatte Nabu-Bezirksgruppenmitglied Uwe Klock, der an einem einzigen Morgen mit dem Umtragen von fast 1500 Erdkröten drei Stunden beschäftigt war.

Dieter Siebeneicher von der Bezirksgruppe zum Wochenblatt: „In warmen, regnerischen Nächten mit Verdacht auf starke Laufaktivität führen wir schon abends Eimerkontrollen durch, aber in diesem Fall wurden wir durch die große Masse an Kröten regelrecht überrumpelt.“

Langfristig wünscht sich der Nabu für den Bönningstedter Weg/Schnelsener Weg einen Kleintiertunnel – eine Maßnahme, die allerdings einiges an Kosten verursachen würde und auch mit der Gemeinde Bönningstedt abgestimmt werden müsste. Ein solcher Tunnel würde auch die Rückwanderung vom Laichgewässer erleichtern.

Im Niendorfer Gehege hatte der Nabu zwei Fangzäune aufgestellt. Im Norden gab es eine Zunahme an Erdkröten, aber auch einen erheblichen Rückgang an Fröschen und Molchen auf fast ein Drittel des Vorjahresniveaus. Vermutet wird, dass möglicherweise durch Baumaßnahmen Lebensräume der Amphibien verloren gegangen sind.

An der Gehege-Südwestseite (Vogt-Kölln-Straße) waren die Zählergebnisse ähnlich wie in den Vorjahren. Ein kleiner Amphibienlehrpfad mit Infotafeln begleitete die Zaunaktion und fand großes Interesse bei vielen Spaziergängern. bk

 

Info: www.nabu-hamburg.de, monatliche Treffen der Bezirksgruppe im Wochenblatt unter „Tipps und Termine“

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