Keine Fertigstellung In und an der Amsinck Villa wird weiter gebaut Fotos: mf

Amsinck Villa weiter Baustelle

Die für Anfang August geplante Eröffnung der Kita muss verschoben werden

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Viel Geduld mussten die zukünftigen Betreiber der Kita in der Lokstedter Amsinck Villa schon in der Vergangenheit beweisen. Nun wird sie erneut auf die Probe gestellt.

 

Die Kita in dem ehemaligen Landsitz von Wilhelm Amsinck kann nicht wie geplant zum 1. August ihre Türen öffnen. Die Bauarbeiten im und um das Gebäude sind noch zu umfangreich. Zur „Dankeschön-Feier der Fertigstellung“ hatte die Rudolf-Ballin-Stiftung, zukünftige Betreiberin der Kita, dennoch schon auf die Baustelle geladen. Die Fertigstellung kündigte Harald Clemens, geschäftsführender Vorstand der Rudolf-Ballin-Stiftung, für den Herbst dieses Jahres an.

Das Grußwort zur Dankeschön-Feier hielt Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (SPD)

„Für die Eltern versuchen wir eine Zwischenlösung zu finden“, versprach Clemens. „Es wäre gut, wenn es nicht erst der 20. Dezember würde, der auch noch zum Herbst zählt“, wünschte sich Jan Pörksen, Staatsrat der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration. „Vor 20 Jahren, als ich noch Kommunalpolitiker war, wurde schon über die mögliche Nutzung der Villa gesprochen“, erinnerte sich Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (SPD) und verwies auf die lange Zeit ungewisse Zukunft des neoklassizistischen Prachtbaus (das Wochenblatt berichtete).

Damalige Bewohner Wilhelm Amsinck und seine zwölf Kinder

Auch die Ballin-Stiftung musste einen langen Atem beweisen, bis der Mietvertrag mit der SAGA GWG über 25 Jahre unter Dach und Fach war. „Schwamm- und Pilzbefall, Denkmalschutzauflagen und juristische Winkelzüge haben dafür gesorgt, dass es lange dauert“, fasste Staatsrat Pörksen zusammen. Die Umbaukosten liegen laut Finanzbehörde bei rund drei Millionen Euro, 150 000 Euro stellte die Bezirksversammlung zur Verfügung. 90 Kinder sollen nach Fertigstellung in die Villa einziehen, das Bringen und Holen soll über die Straßen Deelwisch und Hinter der Lieth erfolgen. Außerhalb der Kita- Zeiten sollen die Räume Stadtteil-Initiativen zur Nutzung zum Selbstkostenpreis zur Verfügung stehen. Am 9. September soll die Amsinck Villa ihre Türen im Rahmen des Tages des Offenen Denkmals für Interessierte öffnen.        mf

 

Landsitz von 1868

 

Erbaut wurde die Villa 1868 bis 1870 als Landsitz für Wilhelm Amsinck (1821-1909) von Rathaus-Architekt Martin Haller. 1956 kaufte die Stadt Hamburg die Villa und richtete dort 13 Sozialwohnungen ein. 1976 wurde das Gebäude aufgegeben und stand seitdem leer.

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