Kommt jetzt der Verkehrsinfarkt?

Die A7-Auffahrt Schnelsen wird bis Ende nächsten Jahres gesperrt

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Achtung Autofahrer: Jetzt kommt es noch einmal richtig dicke. Ab Montag, 24. Juli, wird die A7-Zufahrt Schnelsen in Richtung Hannover bis Ende kommenden Jahres voll gesperrt.

Grund sind der A7-Ausbau sowie die Arbeiten am Lärmschutzdeckel. Der Verkehr soll über die Holsteiner Chaussee und die A 23 umgeleitet werden. Polizei, Politik und Pendler sind sich sicher: Jetzt droht der Verkehrsinfarkt.

Ursprünglich hätte die Anschlussstelle bereits am 3. Juli dicht gemacht werden sollen. Doch die zuständige Verkehrsdirektion der Polizei intervenierte und erreichte nach Gesprächen in der Verkehrsbehörde einen Aufschub – um drei Wochen, in die Hamburger Schulferien. „Ich sehe wirklich erhebliche Beeinträchtigungen auf Anwohner und Pendler zukommen“, betonte Thomas Piper, Leiter Prävention und Verkehr am zuständigen Polizeikommissariat 24, während der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt.

Massive Belastung

Koorosh Armi, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bezirksfraktion, drückt es noch drastischer aus: „Ich sehe wirklich schwarz. Die Verkehrsbelastung für Schnelsen und auch Eidelstedt und Stellingen ist ohnehin massiv. Die zusätzliche Belastung könnte das Fass zum Überlaufen bringen.“

Zugegeben: Dass die Autobahnauffahrt Schnelsen während der Arbeiten am Lärmschutztunnel für eine Zeit gesperrt werden muss, sei schon Teil des Planfeststellungsverfahren im Jahr 2012 gewesen. „Aber von eineinhalb Jahren oder mehr war niemals die Rede“, moniert Armi. Und: „Wir Kommunalpolitiker haben von der geplanten Sperrung aus der Zeitung erfahren. Das ist ein Negativbeispiel an Informationspolitik.“ Derzeit laufen nach Angaben des Schnelsener SPD-Politikers Gespräche mit allen Beteiligten, um zu schauen, ob es nicht doch eine andere Lösung gibt. Denkbar wäre es, den Verkehr auch nach Schnelsen- Nord umzuleiten. Und wenn die A23, die im Bereich Eidelstedt aufgrund von Baumaßnahmen aktuell nur einspurig ist, wieder auf zwei oder eventuell drei Spuren befahrbar wäre, könnte der Verkehr wohl ebenfalls besser abfließen. cs

 

Und so geht es weiter mit dem A7-Deckel:

 

Während der Sperrung der Auffahrt Schnelsen in Richtung Hannover soll das nördliche Tunnelportal inklusive der neuen Rampe, die in den Tunnel hineinragen wird, hergestellt werden. Im Anschluss sieht der Zeitplan laut Florian Zettel, Sprecher der zuständigen Projektgesellschaft Via Solutions Nord, Folgendes vor: Im vierten Quartal dieses Jahres stehen die Fertigstellung der Weströhre, die Herstellung der Lärmschutzanlagen auf der Westseite und die Herstellung der notwendigen Betriebs- und verkehrstechnischen Ausstattung im Bereich des Tunnelvorfeldes  an. Danach startet in der westlichen Tunnelröhre der Probebetrieb, bei der Polizei, Feuerwehr und der Tunnelbetrieb des Landesbetriebes Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die Sicherheitsanforderungen auf Herz und Nieren prüfen. Anfang des Jahres 2018 beginnen die Bauarbeiten an der Oströhre und der gesamte Autobahnverkehr wird bereits durch die Weströhre geleitet. „Am vereinbarten Fertigstellungstermin Ende 2018 wird unverändert festgehalten“, betont Zettel.

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