Auf dem Parkplatz im Heckenrosenweg sollen bald Bauwagen stehen Foto: mf

Streit wegen Bauwagen-Platz

Parkfläche am Lycée Francais soll dafür weichen

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Im Lokstedter Heckenrosenweg soll direkt neben dem Lycée Francais de Hambourg eine Bauwagen-Kommune einziehen. Die vorgesehene Fläche wird jedoch von den Eltern der Schüler als Parkplatz genutzt.

Zehn Bauwagen, ein Gemeinschafts-Container und ein Sanitär-Container sollen laut Auskunft des Bezirksamtes Eimsbüttel für den befristeten Zeitraum von fünf Jahren in den Heckenrosenweg ziehen. Wann die Bauwagen den Standort beziehen ist derzeit noch unklar: „Es ist noch kein Pachtvertrag geschlossen und somit auch kein Zeitpunkt festgelegt, ab wann eine mögliches Pacht beginnt“, erklärt Bezirksamtssprecher Andreas Aholt. Die Fläche wird seit Einzug des Lycée Francais vor 30 Jahren als Parkplatz für die Eltern der Schüler genutzt. Und das soll nach dem Willen des Trägervereins der französischen Schule auch so bleiben: „Die Entscheidung ist ohne Beratung mit der Nachbarschaft oder den Eltern getroffen worden und geht völlig an der Realität vor Ort vorbei“, kritisiert der Verein der Eltern und Freunde des Lycée Francais de Hambourg in einer Unterschriftensammlung für den Erhalt des Parkplatzes. Der Großteil der mehr als 900 Schüler und Kindergartenkinder käme nicht aus dem Viertel sondern aus dem gesamten Hamburger Stadtgebiet. Der für 60 Fahrzeuge ausgelegte Parkplatz würde täglich von etwa 660 Fahrzeugen genutzt und ist laut Auskunft des Vereins „heute schon überlastet.“

Eltern befürchten Staus

Die Eltern befürchten nach Wegfall des Parkplatzes Staus über die Niendorfer Straße hinaus bis zur Kollaustraße und ein erhöhtes Unfallrisiko für Kinder, wenn die Autos sich vor der Schule stauen. Auch „unnötige Spannungen zwischen Nachbarschaft, Bauwagen-Kommune und Eltern wegen der Verkehrssituation“ seien abzusehen. Am 20. Juni trafen sich Behörden- und Schulvertreter zu einer Informationsveranstaltung: „Diese hat zu Hinweisen unter anderem auch zum Bedarf an Parkraum geführt, deren Berücksichtigung beziehungsweise Umsetzung bei der Einrichtung eines Bauwagenplatzes derzeit vom Bezirksamt geprüft werden“, so Andreas Aholt und ergänzt hinsichtlich der Petition auf Change.org, die bereits von 629 Bürgern unterschrieben wurde: „Grundsätzlich begrüßt es das Bezirksamt Eimsbüttel, wenn sich Bürger in kommunalpolitische Diskussionsprozesse einbringen.“ mf

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