Gesundheitsberatung Thomas Wagemann, Julia Sprei, Dirk Heyden und Senatorin Dr. Melanie Leonhard freuen sich über die Eröffnung des neuen Standorts in Lokstedt Foto: cs

Gesundheit fördern

Neues Angebot für Langzeitarbeitslose in Lokstedt eröffnet

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Der Name klingt kompliziert, doch dahinter verbirgt sich praktische Hilfe, die dort ankommt, wo sie benötigt wird. Das Jobcenter team.arbeit.hamburg und die gesetzlichen Krankenkassen nehmen gemeinsam an dem bundesweiten „Modellprojekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung für arbeitslose Menschen“ teil.

Fester Bestandteil sind individuelle Gesundheitsberatungen sowie niedrigschwellige Gesundheitskurse, die vom städtischen Unternehmen „hamburger arbeit“ als Projektträger angeboten werden. Diese fanden bisher an drei Standorten in den Stadtteilen Billstedt, Harburg und Eilbek statt – nun wurde ein vierter in Lokstedt eröffnet.
Die offizielle Einweihung der Räumlichkeiten im Deepenstöcken 1 wurde nun in Anwesenheit von Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, gefeiert.
Sie selbst habe stets großes Glück gehabt, immer einer Beschäftigung nachgehen zu können, betonte die studierte Historikerin in ihrem Grußwort. Viele ihrer früheren Kommilitonen aber kämpfen noch heute um einen festen Platz auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt – mit verheerenden Folgen. „Arbeitslosigkeit macht krank“, wusste auch Julia Sprei, Geschäftsführerin der „hamburger arbeit“ zu berichten. Durch längere Arbeitslosigkeit könnte das körperliche und seelische Gleichgewicht verloren gehen, Depression oder Burnout zählten zu häufigen Folgen. Präventive Angebote seien vor diesem Hintergrund besonders wichtig, betonte Dirk Heyden, Geschäftsführer Jobcenter team.arbeit.hamburg.
Angeboten würden daher künftig auch in Lokstedt kostenlose Kurse zu Themen wie Stressabbau, Bewegung und Ernährung – stets unter Einbeziehung lokaler Akteure vor Ort. Des Weiteren könnten auch Fahrtkosten und Sportbekleidung gefördert werden. „Besonders in den großen Metropolen wie Hamburg besteht ein überdurchschnittlicher Handlungsdruck, Arbeitslose durch rechtzeitige und wirksame Maßnahmen vor dem Abrutschen in körperliche oder seelische Langfristerkrankungen zu bewahren“, betonte Thomas Wagemann vom BKK-Landesverband Nordwest abschließend. Näheres unter www.hamburger-arbeit.de.  cs

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