Ein Gummibaum für „Gummi-Island“

Mitten in Niendorf gibt es eine Verkehrsinsel mit frischem Grün und einer Friedens-Botschaft

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In den 1950er bis 70er Jahren war er Deko-Pflanze schlechthin, geriet dann aber in Vergessenheit. Nun kommt der Gummibaum in Niendorfs Mitte zu ganz neuen Ehren.

Wolfgang Postel hat ein Exemplar der Kult-Pflanze auf die Verkehrsinsel direkt vor seinem Wohnhaus am Anfang der Paul-Sorge-Straße gesetzt – und damit seine „Gummi-Island“ (Gummi-Insel) mit einem Gummibaum gekrönt. „Mein Spitzname ist seit Jugendtagen ,Gummi’, weil ich damals statt einer echten Lederjacke eine aus Kunstmaterial trug“, erklärt der frühere Busfahrer die Namenswahl seines grünen Eilands. „Ich habe vor einigen Wochen die Grünpatenschaft für die Verkehrsinsel übernommen“, erklärt er. Im März habe er einige Blumen ausgesät, die nun bald sprießen und alle Anwohner erfreuen sollen. „Überhaupt hat die ganze Pflanzaktion sehr viel Positives, denn darüber habe ich fast alle meine Nachbarn endlich mal persönlich kennengelernt“, freut sich „Gummi“.

Frieden und Freiheit

Für Farbe sorgt auf dem Grün-Fleckchen auch sein selbstgebastelter Aufsteller mit Symbolcharakter. Denn damit setzt Wolfgang Postel ein Zeichen für Frieden, Liebe, Gerechtigkeit und Freiheit. „Ich habe während meiner Reisen viel Armut und auch Reichtum erlebt – für mich sind aber alle Menschen gleich“, so der Weltenbummler. „Was wirklich zählt ist das Miteinander“, appelliert er.
Der gemeinschaftliche Sinn spielt auch für seinen Gummibaum eine große Rolle. „Denn wenn ich wieder unterwegs bin, sorgt ein Nachbar oder einer meiner Geschwister für ihn.“ Bevor er die Pflanze in die Erde brachte, habe er sich bei Blumen Tomfort Tipps geholt. „Denn eigentlich ist der Gummibaum ja keine Pflanze für draußen“, so Wolfgang Postel. „Zur Überwinterung kommt das gute Stück deshalb natürlich zu mir in die warme Stube.“ moe

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