Ein Team Heinrich Flügge und Silke Seif engagieren sich gern für das Forum für kommunalpolitischen Dialog in Schnelsen Foto: cs

Für den Stadtteil aktiv sein

Silke Seif und Heinrich Flügge vom Forum für kommunalpolitischen Dialog

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Das Forum für kommunalpolitischen Dialog in Schnelsen geht bereits in das fünfte Jahr – und hat sich zu einer echten Institution im Stadtteil entwickelt. Redakteurin Christina Sluga hat die Koordinatoren Silke Seif und Heinrich Flügge zum Interview getroffen.

Niendorfer Wochenblatt: Was ist dann das Besondere am Forum für kommunalpolitischen Dialog in Schnelsen?
Silke Seif: Es ist eine tolle Möglichkeit für interessierte Bürger, mit ihren Politikern auf Augenhöhe zu diskutieren, da wir alle gemeinsam an einem Tisch sitzen. Ich selbst sitze für die CDU in der Bezirksversammlung Eimsbüttel. Es sind außerdem regelmäßig Abgeordnete von SPD und Grünen vertreten. Dabei verstehen wir uns aber ausdrücklich als überparteilich und offen für alle.

NW: Welche Themen werden besprochen?
Seif: Da wir uns immer am Sonntag vor der Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt treffen, der am Montag tagt, wird am Anfang kurz die anstehende Tagesordnung vorgestellt und diskutiert. Die anderen Themen bestimmen die Teilnehmer mit ihren Fragen und Anmerkungen.
Heinrich Flügge: Zu uns kommen insbesondere viele ältere Schnelsener. Was auffällt: Viele von ihnen fühlen sich in Schnelsen abgehängt, d.h. Politik und Verwaltung kümmern sich nicht genügend um die Probleme der Bürger. Das betrifft unter anderem nicht gepflegte Gräben, Straßenschäden wie auch das vorgeschriebene Fahrradfahren auf der Oldesloer Straße. Hier versuchen wir zu unterstützen und eine Lösung zu finden. Oftmals werden auch aus dem Forum heraus interfraktionelle Anträge in den Regionalausschuss Lokstedt eingebracht.

NW: Zum Beispiel?
Seif: Zum Beispiel, dass die Marktbeschicker-Toilette an der Wählingsallee an Markttagen sowie bei Veranstaltungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Auf dem „kurzen Dienstweg“ haben wir aber etwa auch erreicht, dass die Ampelschaltungen am Modezentrum sowie der Heidlohbrücke überprüft und korrigiert wurden.

NW: Wie viele Menschen kommen in der Regel zum Forum für kommunalpolitischen Dialog in Schnelsen?
Flügge: Zehn Bürger kommen regelmäßig. An manchen Tagen haben wir aber auch schon knapp 40 Teilnehmer gezählt. Es ist aber noch Platz für mehr.

NW: Eine letzte Frage: Warum engagieren Sie sich in Ihrer Freizeit für eine Veranstaltungsreihe wie das Forum für kommunalpolitischen Dialog in Schnelsen?
Flügge: Ich gehöre selbst keiner Partei an, bin aber politisch interessiert und lasse mir bestimmt nicht alles gefallen. Bürger sollten sich Respekt verschaffen – und das gelingt zusammen besser als allein.
Seif: Ich mache das für den Stadtteil. Kommunalpolitiker zu sein, bedeutet, für den Stadtteil aktiv zu sein. Von daher sehe ich es als meine Pflicht an, mich auf diese Art und Weise zu engagieren. Aber es macht natürlich auch Spaß – besonders, weil es bei Herrn Flügge und mir auch zwischenmenschlich passt (lacht). cs

Immer sonntags

Das Forum für kommunalpolitischen Dialog in Schnelsen trifft sich etwa alle vier Wochen immer am Sonntag vor der Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt um 18 Uhr im Freizeitzentrum Schnelsen, Wählingsallee 16. Aktuelle Informationen zu den Terminen auf www.forum-schnelsen.de.

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