Anker mit vier Beinen

Der dreijährige Leon braucht einen Autismus-Assistenzhund

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Zu Hunden wie Labrador Aladin kann Leon Kontakt aufnehmen Foto: mf

Leon ist autistisch. Kontakt zu anderen Kindern kann der Dreijährige aus Niendorf nicht aufnehmen. Aber mit Hunden fühlt er sich wohl. Seine Eltern wünschen sich deshalb sehnlich einen Autismus-Assistenzhund.

Wie ein Wirbelwind flitzt Leon durch die Wohnung in Niendorf, klettert über Möbel und greift sich alles, was in Reichweite kommt. Mama Tania Frera hat ihren Beruf aufgegeben, um rund um die Uhr für den kleinen Lockenkopf, der auch ADHS hat, da zu sein. „Leon ist nicht kindergartentauglich“, erzählt sie. Täglich muss die gelernte Krankenschwester mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Leons Therapien fahren: „Die Leute starren ihn dann oft an und wundern sich über

sein Verhalten.“ Häufig wird ihr auch schlechte Erziehung unterstellt. Tania Frera geht offensiv damit um und verteilt in solchen Situationen Handzettel, die über Leons Behinderung aufklären. „Ich verstecke mein Kind nicht“, erklärt sie. Tania Frera und ihr Mann Florian wünschen sich, dass Leon so angenommen wird, wie er ist. Und hoffen auf die Unterstützung eines Vierbeiners. Denn anders als zu Menschen nimmt Leon Kontakt zu Hunden auf. „Wenn Hunde in der Nähe sind, weint und schreit er auch nicht beim Aufwachen“, erzählt Florian Frera. Ein Autismus-Assistenzhund soll für Leon aber auch lebenswichtige Aufgaben übernehmen: Wenn die Reize für Leon zu groß werden, läuft er einfach weg. Das ist besonders im Straßenverkehr gefährlich. „Die Hunde vermitteln Straßensicherheit und machen Kinder ruhiger und fokussierter“, weiß Tania Frera. Leons Hund müsste noch ein weitere wichtige Aufgabe übernehmen: Seit seiner Geburt hat er einen schweren
Herzfehler. Der Hund soll Herzrasen erspüren und die Eltern rechtzeitig warnen. Die zweijährige, auf Leons Bedürfnisse maßgeschneiderte Ausbildung eines Hundes ist mit 25 000 Euro jedoch zu kostspielig für die Familie. Deshalb wünscht sie sich dringend finanzielle Unterstützung: „Uns hilft wirklich jeder Beitrag!“. mf

 

Spendenkonto Servicehundezentrum e.V.
IBAN DE25 1305 0000 0201 0619
88, BIC NOLADE21ROS

OSPA Bank, Stichwort: Assistenzhund für Leon

Hundekekse als Initialzündung

Das Team vom Niendorfer Wochenblatt und MEDIAHAFEN Hamburg hat diesen großen Wunsch zu einer Herzenssache gemacht. „Es wäre doch gelacht, wenn wir alle gemeinsam in Niendorf, Lokstedt und Schnelsen es nicht schaffen, dem Lütten und seiner Familie zu helfen“, sicherte Redaktionsleiterin Silke Jahn spontan Unterstützung zu. Im kleinen wie im großen: Es gilt potentielle Spender zu gewinnen, aber hoffentlich auch viele Benefizaktionen für Leon zu initiieren. „Wir selbst möchten als Ideengeber vorangehen, werden Hundekekse backen und diese am Sonntag, 18. Juni ab 10 Uhr auf dem Flohmarkt beim Tibargfest gegen eine Spende anbieten. Jeder Euro hilft“, so Jahn. Und: „Wir werden natürlich über jede Aktion unser Leserinnen und Leser für Leon berichten und hoffen auf viele tolle Ideen.“

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