Quo vadis Lokstedt? Zwei Projekte beschäftigen sich mit der Zukunft des Stadtteils Foto: cs

Stadtteil der Zukunft

Sachstandsberichte zu „Lokstedt 2020“ und „Climate Smart City“

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Lokstedt wächst und wächst: Kaum ein anderer Stadtteil in Hamburg hat in den vergangenen Jahren so viele Neubürger aufgenommen. Das Problem: Die Infrastruktur hinkt der Entwicklung hinterher. Es fehlt nach wie vor ein Zentrum für den Stadtteil und – damit einhergehend – das nötige Identifikationspotential für die Bürger.

 

Um das zu ändern, haben Bezirksversammlung und –verwaltung schon vor einiger Zeit das „Bürgergutachten Lokstedt 2020“ ins Leben gerufen. Dabei will man herausfinden, welche Themen die Lokstedter bewegen und wie sich der Stadtteil nach Meinung seiner Bewohner unter dem Aspekt des anhaltenden Wohnungsneubaus zukünftig entwickeln soll. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Climate Smart City Lokstedt“ wird zusätzlich untersucht, wie sich die rasante Stadtentwicklung und der Klimaschutz miteinander vereinbaren lassen. Dabei besonders im Fokus: Die Handlungsfelder Haushaltsenergie, Mobilität und Abfallwirtschaft.

Einen Sachstandsbericht zu beiden Projekten, bei denen das Bezirksamt neue Wege der Bürgerbeteiligung geht, gaben Jan Phillip Stephan und Svenja Timm vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamts Eimsbüttel während der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt.

Das Beteiligungsverfahren Lokstedt 2020 befindet sich aktuell in der sprichwörtlich „heißen Phase“ – und verläuft nach Stephans Angaben durchaus zufriedenstellend. „Wir haben 600 zufällig ausgewählte Lokstedter angeschrieben und eine aktive Rückmeldung von 107 Personen bekommen. 54 von ihnen haben sich bereit erklärt an entsprechenden Workshops teilzunehmen. Das ist eine gute Quote“, berichtete er. Ein Auftakt- sowie ein Vertiefungsworkshop haben bereits stattgefunden. Dort haben die Teilnehmer in einzelnen Fokusgruppen sowie im Plenum Anliegen und Fragen an die Verwaltung formuliert und daraufhin Ziele für die Entwicklung des Stadtteils erarbeitet. Auch eine Kinder- und Jugendbeteiligung hat es bereits gegeben. „Nun geht es an die Auswertung des Verfahrens. Im Anschluss sollen die Ergebnisse im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung sowie im Internet (Kurz-URL: http://t1p.de/w5dc) veröffentlicht werden.

Bis „Climate Smart City Lokstedt“ Ergebnisse vorweisen kann, dauert es indes noch ein wenig. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt, zu dessen Verbundpartner neben dem Bezirksamt Eimsbüttel, die Universität Hamburg, die Behörde für Umwelt und Energie und die Hafencity Universität gehören, ist bis 2019 angelegt.

„Für dieses Projekt haben wir 300 zufällig ausgewählte Lokstedter angeschrieben, und 67 aktive Rückmeldungen erhalten“, berichtete Timm. Zunächst stehe nun das Thema Haushaltsenergie im Fokus. Die Auftaktveranstaltung, an der 80 Lokstedter teilgenommen hätten, sei ein großer Erfolg gewesen. Ein erster großer Schritt im Projekt seien zudem die Befragungen in 30 zufällig ausgewählten Haushalten, berichtete Timm. Im September dieses Jahres stünden dann noch ein Expertenforum, öffentliche Diskussionsabende sowie eine Abschlussveranstaltung an, bevor man sich dann den Themen Mobilität und Abfallwirtschaft zuwende. Nähere Infos gibt es auch auf www.hamburg.de/smartlokstedt cs

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