Zu Besuch waren Anne (16), Eleonora (17) und Kristina (16, v.li.) unter anderem auch bei Hans- Peter Lucht in Schnelsen, Vorsitzender des Imkervereins Rechtes Alsterufer Foto: privat

Auf regionalen Honig setzen

Schülerinnen vom Ohmoor-Gymnasium recherchierten zum Wirtschaftsfaktor Biene

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Die Ursachen und Folgen des Bienensterbens sind aktuell ein großes Thema. Auch Anne, Valerie, Kristina und Eleonora vom Niendorfer Ohmoor-Gymnasium nahmen sich im Rahmen ihres Wirtschaftsunterrichts der Problematik an und recherchierten dafür bei Imkern in der Region. Sie besuchten private Bienenzüchter aus Niendorf, Langenhorn und Eidelstedt, die ihnen von ihren Erfahrungen berichteten.

 

„Schon Albert Einstein warnte, dass wenn die Bienen verschwänden, der Mensch nur noch vier Jahre zu leben hätte“, so die vier Elftklässlerinnen. Die Imker konnten sie in dieser Hinsicht zwar etwas beruhigen. „Aber die Biene ist für das Bestäuben das wichtigste Nutztier und hat damit enormen Einfluss auf die Wirtschaft“, so Kristina (16). Erschüttert mussten sie erfahren, dass es in China in einigen Regionen gar keine Bienen mehr gibt und dort per Hand bestäubt wird.

„Pestizide, Düngemittel, Monokulturen und die Varroa- Milben sind Schuld am weltweiten Bienensterben“, erklärt Anne (16). Sie haben sich auch über Gegenmaßnahmen informiert: „Gegen die Milben kommt Ameisensäure zum Einsatz und wichtig ist die Säuberung des Bienenstocks“, sagt Valerie (15). „Doch wenn wir nicht auf die Biene achten, hat das gravierende Folgen für uns alle ­– angefangen beim geringeren Angebot von Obst und Gemüse.“

Auch der Klimawandel setzt den Bienen zu. Aufgrund des vergangenen milden Winters verlor der Niendorfer zwei seiner sechs Bienenstöcke, bei der Langenhornerin waren es vier und der Eidelstedter Hans-Peter Lucht (Vorsitzender des Schnelsener Imkervereins Rechtes Alsterufer) musste zwei Bienenstöcke aufgeben. „Die Biene muss noch mehr Aufmerksamkeit bekommen, die Landwirtschaft weniger Pestizide einsetzen“, fordern die Schülerinnen.

Hans-Peter Lucht findet ihre Arbeit enorm wichtig. „Aufklärung und Wissen helfen beim Schutz der Bienen“, weiß er.

Die Mädchen fassen nun ihre Erkenntnisse für eine Präsentation im Unterricht zusammen. Und sie haben eine Botschaft: „Esst keinen gestreckten Honig, sondern kauft ihn von regionalen Erzeugern. So werden die Imker unterstützt, die wirklich auf das Wohl der Biene, Qualität und damit auch auf unsere Zukunft achten!“ moe

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