Seen und Teiche umgekippt?

Niendorfer sind beunruhigt, doch die Behörde gibt Entwarnung

Archiv| Views: 303

Den Besuchern des Grootsees und des Rahwegteiches bietet sich seit Tagen kein schönes Bild: Rotbraunes Wasser, Schlamm und abgestorbene Pflanzenreste machen den Teichen schwer zu schaffen. Anwohner sind in Sorge. Sind die Gewässer in Gefahr?

 

Zu Anfang des Frühjahrs sind Algen die ersten Nährstoffverbraucher im Wasser. Denn sie beginnen bei niedrigeren Temperaturen eher mit dem Wachstum als die meisten anderen Wasserpflanzen. Dieser Vorsprung begünstigt eine oft explosionsartige Vermehrung der Algen zur Frühjahrszeit —  die „Algenblüte”. In einem biologisch intakten Teich verschwindet diese durchaus natürliche Erscheinung nach vier bis sechs Wochen wieder. Dann haben andere Wasserpflanzen ebenfalls mit dem Wachstum begonnen und machen den Algen die Nährstoffe streitig.     

Dr. Andreas Aholt, Fachamtsleiter und Pressesprecher vom Bezirksamt Eimsbüttel stellt dazu fest: „Beim Grootsee und Rahwegteich handelt es sich um künstliche Gewässer, welche durch einen Brunnen bzw. Wasser aus der Tarpenbek gespeist werden, was grundsätzlich für die Wasserqualität förderlich ist. Prüfungen der Wasserqualität werden durch das Bezirksamt zwar nicht durchgeführt. Der zuständige Gewässerwart war jedoch heute vor Ort und hat das Gewässer in Augenschein genommen. Das Bezirksamt geht von einer natürlichen Ursache für die Färbung aus, die durch die Algenblüte hervorgerufen wurde.”

Die Algenblüte geht im Sommer zurück. Den Fischen und Wasservögeln schadet dieses Algenwachstum jedoch nicht, wie auch die ansässigen Angelvereine bestätigen. Der stetige Eintrag von Frischwasser hilft die Gewässer zu reinigen. kn

Comments are closed.