Die Führungsspitze Christian Penack (von li.), Thomas Piper und Ralph Poluda leiten das Polizeikommissariat 24 Foto: cs

Wohnungseinbrüche sind zurückgegangen

Kriminalitätsstatistik 2016 für Niendorf, Schnelsen und Lokstedt

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Christian Penack, Leiter des Polizeikommissariats 24, wird es nicht müde zu betonen: „In Schnelsen, Niendorf und auch in Lokstedt haben die Menschen keinen Grund, sich unsicher zu fühlen. Hier geht es wirklich vergleichsweise ruhig zu.“

 

Das spiegelt auch aktuelle Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) für das Jahr 2016  wider. Die PKS  weist für das gesamte Hamburger Stadtgebiet mit 239230 Delikten 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr aus. Im Bezirk Eimsbüttel wurden in 2016 21464 Straftaten erfasst, 220 mehr als im Vorjahr.

Auf Niendorf entfielen 2986 Delikte und damit sogar 75 weniger als noch 2015. In Schnelsen gab es indes einen leichten Anstieg um 74 Taten auf 1921 Fälle. In Lokstedt wurde ebenfalls ein kleines Plus von acht Straftaten verzeichnet. Dort wurden 1729 Straftaten erfasst.

Interessant: Straftaten, die unter dem Überbegriff Gewaltkriminalität zusammengefasst werden, kommen natürlich auch in Lokstedt, Niendorf und Schnelsen vor. Mit 34, 62 und 67 Fällen in 2016 gehören diese Delikte aber keinesfalls zum Alltagsgeschäft der Polizei in unseren Stadtteilen. Bei rund der Hälfte aller Straftaten handelt es sich um Diebstahl-Delikte. In Niendorf waren es 1643 (2015: 1642), in Schnelsen 888 (2015: 871) und in Lokstedt 974 (2015: 1006).


Mehr aufgeklärt

Einen großen Erfolg kann das PK 24 in Sachen  Haus- und Wohnungseinbrüche vermelden. Sowohl in Niendorf, 200 Fälle in 2016 (2015: 222), als auch in Schnelsen, 142 Fälle in 2016 (2015: 168), sind die entsprechenden Straftaten zurückgegangen. Und nicht nur das: Gleichzeitig ist auch die Aufklärungsquote gestiegen. In Schnelsen und Niendorf konnten im vergangenen Jahr jeweils 25 Taten aufgeklärt werden, das sind in Niendorf 16 und in Schnelsen 21 mehr als im Vorjahr. Übrigens: In Lokstedt, welches zum Einzugsbereich des PK 23 gehört, wurden indes mit 166 Wohnungseinbrüchen 27 mehr als 2015 erfasst, doch dafür ist dort die Aufklärungsquote mit 19,4 Prozent besonders hoch. „Der verstärkte Einsatz der Polizei vor Ort, die Sensibilisierung der Bürger, beim kleinsten Verdacht die 110 zu wählen, und die gute Arbeit der Soko Castle haben an dieser Stelle Wirkung gezeigt“, betont Penack im Gespräch mit dem Niendorfer Wochenblatt.

 

 
Kriminalität in Niendorf, Lokstedt und Schnelsen

 

Sorgen bereitet den Beamten hingegen die Zunahme von Taschendiebstählen – vor allem in Niendorf, das Tätern mit Tibarg, Wochenmarkt und Busbahnhof  eine „gute Angriffsfläche“ bietet. Dort wurden 2016 210 Fälle erfasst, 85 mehr als im Vorjahr. Und: Die Aufklärungsrate ist an dieser Stelle verschwindend gering – zumal der Diebstahl oftmals erst bemerkt wird, wenn der Täter schon längst über alle Berge ist. Gerade einmal fünf Straftaten konnten 2016 in Niendorf aufgeklärt werden, in Schnelsen und Lokstedt blieben alle 39 bzw. 41 Fälle ungeklärt. Zumindest in Niendorf geht die Polizei daher nun andere Wege – und zeigt vor allem zu Wochenmarktzeiten verstärkt Präsenz, um potentielle Täter von vornherein abzuschrecken. Penack: „In der Regel sind wir sowohl am Donnerstag als auch am Sonnabend am Tibarg mit einer doppelt besetzen Polizeistreife und einem Einsatzfahrzeug vor Ort.“ cs

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