Neubauwohnungen sind in allen drei Stadtteilen teurer als im vergangenen Jahr, aber immer noch günstiger als der Hamburger Durchschnitt Grafik: LBS

Teures Eigenheim

Preise in unseren Stadtteilen liegen leicht unter dem hamburgweiten Mittel

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Nach oben ist die Grenze offen: Die Immobilienpreise in Hamburg haben auch im vergangenen Jahr noch weiter angezogen. Das geht aus dem aktuellen Immobilienmarktatlas der Landesbausparkasse (LBS) hervor. Gute Nachrichten für alle, die in einen der unseren Stadtteile ziehen wollen: Hier liegen die Preise oftmals noch unter dem Hamburger Durchschnitt – echte Schnäppchen sind aber auch in Niendorf, Lokstedt und Schnelsen nicht zu machen.

 

„Sowohl bestehende Objekte als neue Eigentumswohnungen wurden in Hamburg im Vergleich zum Vorjahr deutlich teurer angeboten “, erläutert LBS- Vorstandsvorsitzender Peter Magel. „Viele Käufer erfüllen sich jetzt den Traum vom Eigentum. Diese hohe Nachfrage lässt die Immobilienpreise weiter steigen“, so Magel weiter. „Dabei gleichen die niedrigen Zinsen zum großen Teil die Kaufpreisentwicklung aus. Wer außerhalb der Top-Lagen sucht, kann in vielen Stadtteilen weiterhin seine Immobilie noch in der Höhe durchschnittlicher Mietkosten finanzieren.“

Neue Häuser

Der Bau eines Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhauses kostet  heute in Hamburg im Schnitt 3571 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. In Niendorf und Schnelsen, wo laut Immobilienmarktatlas Neubauinteressenten immer noch gut fündig werden, muss man 3539 bzw. 3083 Euro pro Quadratmeter einkalkulieren. Zum Vergleich: Noch vor einem Jahr waren dafür in Niendorf 3683 Euro und in Schnelsen 3486 Euro fällig. In beiden Stadtteilen sind die Immobilienpreise für Neubauten im Vergleich zu 2016 also sogar etwas gefallen. Übrigens: Da im bereits stark verdichteten Lokstedt kaum noch Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhäuser gebaut werden, liegen für diesen Stadtteil keine repräsentativen Zahlen vor.

Bestandshäuser

Anders verhält es sich bei Häusern aus dem Bestand: Wer heute eine entsprechende Immobilie in Lokstedt erwerben möchte, zahlt im Schnitt 3922 Euro pro Quadratmeter (2016: 3948 Euro). In Niendorf liegen die Quadratmeterpreise für Bestandshäuser heute bei 3597 Euro, 2016 waren es noch 3469. Am stärksten sind die Preise für Bestandshäuser in Schnelsen gestiegen – um 6,4 Prozent von 3163 auf 3367 Euro pro Quadratmeter. Interessant: Innerhalb der letzten fünf Jahre haben sich die Preise in diesem Segment sogar verdoppelt. Und:  Mit der Fertigstellung des Schnelsener Autobahndeckels kann dort mit einem weiteren Anstieg gerechnet werden. Nichtsdestoweniger liegt Schnelsen, anders als Lokstedt und Niendorf, noch immer unter dem Hamburger Durchschnittspreis von 3539 Euro (2016: 3279) pro Quadratmeter.

Bestandswohnungen

Unter dem hamburgweiten Mittel (3965 Euro pro Quadratmeter) liegen indes die Quadratmeterpreise für Bestandswohnungen in allen drei Stadtteilen – in Lokstedt: 3656 Euro (2016: 3458 Euro), in Niendorf: 3269 (2016: 2808 Euro), in Schnelsen: 2750 (2016: 2458 Euro).

Neubauwohnungen

Wer indes eine Neubauwohnung kaufen möchte, muss wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Der Durchschnittspreis für neue Eigentumswohnungen liegt in Hamburg gegenwärtig bei 4975 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zur Vorjahreserhebung sind die aktuellen Angebote damit um ganze 12,6 Prozent teurer. Interessant: Die Teuerungsrate in Lokstedt ist mit 19,6 Prozent um ein Vielfaches höher, auch wenn die Preise noch immer unter dem Hamburger Durchschnitt liegen. Dort sind die Quadratmeterpreise von 4080 Euro in 2016 auf 4881 Euro in 2017 gestiegen. Ähnliches kann in Niendorf (2016: 3872 Euro; 2017: 4062 Euro) und Schnelsen (2016: 3114 Euro; 2017: 3598 Euro) beobachtet werden. cs

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