Jede Figur in der gemütlichen Stadt erzählt eine Geschichte

Stadtplanung mit Legosteinen

In Lokstedt wächst Ukonia-City

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Bei Andres Lehmann dreht sich alles um bunte Kunststoffsteine. Der 37-jährige Lokstedter hat in seiner Wohnung eine Legostadt gebaut und betreibt eine Website rund um das klassische Spielzeug.

 

Jogi Löw und seine Fußballer lauschen einem Straßenmusikanten, zwei Weihnachtsmänner ruhen sich auf einer Bank aus, im französischen Lokal werden Croissants gebacken und gemütlich fährt eine Straßenbahn durch Ukonia-City, wie die selbst gebaute Stadt von Andres Lehmann heißt. Rund 85 000 bunte Steine und Figuren in sämtlichen Größen des 1932 gegründeten Spielzeugherstellers sind hier verbaut. Dabei setzt der studierte Stadtplaner seine Ideal-Vorstellung vom urbanen Lebensraum mit vielen Spielmöglichkeiten für Kinder und Ruhezonen für Ältere um. Eigentlich waren die Kisten mit den Legosteinen in Lehmanns Teenager-Zeit im Keller verschwunden. Doch in seinen mittzwanziger Jahren entflammte die Leidenschaft für das kreative Spielzeug erneut. „Alles ist so schnelllebig und hektisch. Beim Bauen flimmert kein Display, das ist Entspannung für mich“, erzählt Lehmann, der die bunten Steine mittlerweile zum Beruf gemacht hat. Auf www.zusammengebaut.com berichtet der ehemalige Lokaljournalist über neue Produkte, eigene Kreationen, Spielwarenmessen und führt Interviews mit Lego-Designern. Seine Leserschaft aus „Afols“ (Adult Fans of Lego / Erwachsene Lego-Fans) wächst ständig. In diesem Jahr organisiert Lehmann in Nordhessen zum dritten Mal eine eigene Ausstellung: „Ich muss immer am Ball bleiben und habe eine Sieben-Tage-Woche. Aber es macht viel Freude, die Leidenschaft zu teilen.“ Auch seine fünfjährige Tochter konnte Lehmann mit seiner Begeisterung schon anstecken. Anfassen ist bei ihm ausdrücklich erwünscht. Ein Glaskasten zum Schutz vor Kinderhänden kommt nicht in Frage: „Lego muss atmen!“ findet Lehmann. mf

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