Viel Raum für Natur

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Vergangene Woche ist am Lokstedter Holt im Niendorfer Gehege das alte Heizungshäuschen abgerissen worden. Die Arbeiten bilden den Abschluss einer Gesamtmaßnahme aus dem Konzept „Wie geht es weiter mit dem Niendorfer Gehege?“.

 

Zuvor waren am Lokstedter Holt bereits der gewerbliche Betriebshof und die alten Baracken zurückgebaut worden, die zuletzt von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald für Verwaltung und Waldschule genutzt wurden. Damit konnten endlich nicht nur einige unerwünschte Bauten beseitigt, sondern der Natur mehr Raum verschafft werden. Denn: Während an Stelle des Betriebshofs nun ein Biotop angelegt wird, überlässt man auf den anderen beiden frei gewordenen Flächen den Wald einfach sich selbst.

„Mit dieser Entsiegelung haben wir ein Ausrufezeichen gegen den Trend gesetzt“, betont Revierförster Sven Wurster. „So eine tolle Entwicklung erfreut natürlich das Försterherz.“ Möglich gemacht habe das eine besonders vorausschauende Bezirkspolitik.

Schon in 2011 initiiert

Wie mehrfach berichtet geht das Gesamtkonzept „Wie geht’s weiter im Niendorfer Gehege“ auf einen Beschluss der Bezirksversammlung zurück, der 2011 maßgeblich von Marc Schemmel (SPD), Susanne Egbers (GAL) und Christian Samsche (Die Linke) als damalige Mitglieder des Regionalausschusses Lokstedt auf den Weg gebracht wurde. „Die Umsetzung wurde aber von allen Fraktionen wohlwollend begleitet“, so Wurster.

Ein großer Erfolg

Egbers, die heute Vorsitzende des Vereins Pro Niendorfer Gehege ist, bezeichnet den Abriss des Heizungshäuschens als das letzte Puzzleteil einer einzigartigen  Möglichkeit der Renaturierung. „Dass wir dies für das Niendorfer Gehege umsetzen konnten, ist ein großer Erfolg, wie man ihn nicht alle Tage feiern kann.“

Ähnlich sieht es auch SPD-Politiker Schemmel: „Es ist sehr erfreulich, dass für das Niendorfer Gehege weitere Naturflächen zurückgewonnen werden konnten. Gleichsam von Bedeutung war es aber, dass auch für die Laienspielgruppe des NTSV eine zufriedenstellende Lösung gefunden wird – und mittlerweile gefunden wurde“, so Schemmel.

Zur Erinnerung: Das alte Heizungshäuschen am Lokstedter Holt war zuletzt von der Laienspielgruppe des Niendorfer Turn- und Sportvereins als Werkstatt für den Kulissenbau genutzt worden. Im Sommer vergangenen Jahres wurden der Truppe dann knapp 40 000 Euro aus bezirklichen Sondermitteln zur Errichtung eines Holzhauses am Sportplatz Sachsenweg zur Verfügung gestellt (wir berichteten). Mittlerweile haben die Schauspieler ihr neues Domizil bezogen. cs

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