Leserfragen zum A7-Deckel

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Mehr als 150 000 Autos rollen täglich über die A7. Im kommenden Jahr sollen sie nicht mehr zu hören und zu sehen sein. In Schnelsen entsteht derzeit der erste von insgesamt drei Hamburger  Lärmschutzdeckeln, die den Autobahn-Anrainern wieder mehr Lebensqualität bescheren sollen. Das Niendorfer Wochenblatt beantwortet an dieser Stelle in unregelmäßigen Abständen Leserfragen zum Bauprojekt. Dieses Mal geht es um ein Thema, das vielen Schnelsenern unter den Nägeln brennt.

 

Frage: Wie schlecht ist eigentlich die Luft, die aus dem Tunnel kommt und wo bleibt sie im Anschluss?

 

Antwort: „Durch den geschlossenen Tunnel können die Luftschadstoffe nicht nach oben oder zur Seite entweichen und werden auch nicht mit frischer Luft verdünnt. Deswegen ist die Luft, die aus dem Tunnel kommt, tatsächlich höher belastet als die restliche Luft in der Umgebung“, informiert Florian Zettel, Sprecher der verantwortlichen Projektgesellschaft Via Solutions Nord. Aber: Die Lärmschutzwände am Tunnelende sorgen neben dem Schallschutz dafür, dass die schadstoffbelastete Luft nicht direkt zur Seite in die Wohngebiete gelangt. Durch die Lärmschutzwände wird der Wind „gebrochen“. Die Wände erzeugen Wirbel, die die Luft aus dem Tunnel und frische Luft aus der Umgebung vermischen. „Im Luftschadstoffgutachten, dass für die Planfeststellung erstellt wurde, wurden die zukünftigen Belastungen berechnet“, so Zettel weiter. In den Wohngebieten Röthmoorweg und Farnweg seien diese in weiten Teilen nicht höher als die ohnehin vorhandene Hintergrundbelastung. Lediglich direkt an den Lärmschutzwänden seien leicht höhere Belastungen zu verzeichnen. 

Hinsichtlich der ausgestoßenen Schadstoffmenge – der  Emissionen – verbessere sich laut Zettel die Situation sogar: Im Tunnelbereich werde mit einer besonders emmissionsarmen Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern gefahren. Durch den Ausbau der A7 werde der Verkehr zudem flüssiger fließen. „Dadurch gibt es weniger Verkehrssituationen mit besonders hohen Emissionen – wie Stau und stockender Verkehr“, so Zettel weiter. cs

 

 

Sie haben weitere Fragen zum Schnelsener Lärmschutzdeckel? Dann schreiben Sie uns eine Postkarte an das  Niendorfer Wochenblatt, Tibarg 30, 22459 Hamburg, ein Fax an 5550530-20 oder eine E-Mail mit dem Betreff „Autobahndeckel“ an redaktion@nie-wo.de.

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