Einfache Übung Tuch hochwerfen, den Platz mit dem Nachbarn tauschen. Das schult Reaktion und Standfestigkeit Fotos: ar

JuJutsu – ideal für Rentner

Selbst Untrainierte werden spielerisch an den „sanften Weg“ herangeführt

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Kampfsport – das klingt nach Power, Kraft und Jugend! Doch beim Niendorfer TSV zeigen sie jetzt, dass JuJutsu kein Alter kennt.

 

„Für Ju Jutsu ist man nie zu alt!“ Ekkehard Krönke weiß, wovon er spricht: Schließlich stand der Hamburger selbst mit 64 Jahren zum ersten Mal auf der Matte. Mit 71 machte er seinen 1. Dan und noch heute, mit 85, trainiert er zweimal die Woche. Jetzt hat er in der Waldsporthalle am Lokstedter Holt erklärt, warum der „sanfte Weg“, wie JuJutsu übersetzt heißt, gerade für ältere Menschen ideal ist: „Senioren haben das Beste hinter sich und möchten es zurück haben. Ich sage ihnen: Das geht! Ihr bekommt Kraft in die Arme und Beine, euer Herz wird stärker, selbst Kurzatmigkeit verschwindet. Das merkt ihr jeden Tag. Der 2,5 Kilo Beutel Kartoffeln wird auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause nicht mehr so schwer. Ihr könnt besser Treppensteigen. Und der Spaziergang bringt wieder Spaß!“ Das Gute dabei: „Man muss nicht trainiert sein, um auch im Alter durchzustarten“, sagt NTSV-Trainerin Fatma Keckstein. „Selbst für Untrainierte ist JuJutsu ideal.“ Zudem bekommen Senioren durch das Training doppelte Sicherheit: „Sie stehen wieder sicherer – und sie fühlen sich selbstbewusster und dadurch sicherer.“ Niemand muss Angst haben, dass er überfordert wird. Spielerisch werden Senioren an den Sport heran geführt – gute Laune ist also garantiert. Der Vorteil: Bei den Basisübungen wird die ganze Muskulatur angesprochen. Noch etwas spricht für JuJutsu im Alter: „Wer sich verteidigen kann, wirkt auch selbstsicherer – das ist Gewalt-Prävention“, sagt René Koch, Abteilungsleiter JuJutsu. Wer Interesse hat: Einfach mittwochs ab 20.30 Uhr in der Waldsporthalle Lokstedt vorbeikommen. ar

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