Eben noch Zufahrt, dann plötzlich „Gefahrenzone“ und das Familienauto mittendrin. Foto: Zaklin Nastic

Trümmer durch Tief Thomas

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Es war gerade erst 16.45 Uhr am Donnerstagnachmittag, Tief „Thomas“ hatte noch nicht einmal richtig Fahrt aufgenommen – da brachte ein Windstoß ein 14 Meter breites und drei Meter hohes Stück einer Hauswand zum Einsturz. Auch das Gerüst des Neubaus im Niendorfer Wendlohweg geriet bedenklich ins Schwanken.

 

Glück im Unglück hatte die Parteivorsitzende der Hamburger Linken, Zaklin Nastic, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Baustelle wohnt: Ihr Familienwagen wurde von herunterfallenden Bauteilen beschädigt, es hielt sich aber zu diesem Zeitpunkt niemand in der Nähe des Fahrzeugs auf. „Eine Minute später wollte ich losfahren“, so Nastic. „Ich hatte meinen Mantel schon angezogen.“ In kürzester Zeit rückte der Löschzug der Feuer- und Rettungswache Stellingen zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Niendorf und der auf Bauunfälle spezialisierten Freiwilligen Feuerwehr Eppendorf an. Gemeinsam mit der Polizei waren die Feuerwehrleute etwa eine Stunde damit beschäftigt, das Gerüst zu befestigen, das sich aus der Verankerung gelöst hatte und zu fallen drohte. Die Polizei informierte die Bauprüfabteilung des Bezirksamts Eimsbüttel.

In der Straße Niewisch am Niendorfer Gehege brach ein 30 Meter hoher Baum um und musste abtransportiert werden. Insgesamt verlief der erste stürmische Tag des Jahres in Niendorf, Schnelsen und Lokstedt aber glimpflich. In ganz Hamburg wurde die Feuerwehr zu 13 wetterbedingten Einsätzen gerufen. „Die Freiwillige Feuerwehr Niendorf hatte überlegt, aufgrund der Wettervorhersage eine Tagesbereitschaft zu stellen“, berichtet ihr Wehrführer Stefan Hertzog. Die tatsächlichen Bedingungen machten diese Maßnahme jedoch nicht erforderlich. kk

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