Doppelgespann Seit Anfang Januar unterstützt Tobias Höppner (links) als Stellvertreter Niendorfs Wehrführer Stefan Hertzog Foto: moe

Schon 24 Einsätze in diesem Jahr

Auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Niendorf steigt die Zahl der Einsätze wegen Unwettern immer weiter an

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Anfang Februar sprachen sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Niendorf nahezu einstimmig für Tobias Höppner als neuen Stellvertreter von Wehrführer Stefan Hertzog aus. Das Niendorfer Wochenblatt nahm die Wahl zum Anlass für ein Interview.

 

Niendorfer Wochenblatt: Herr Höppner, was wollen Sie auf Ihrem neuen Posten bewirken?

Tobias Höppner: In erster Linie werde ich natürlich Herrn Hertzog bestmöglich unterstützen. Und ich möchte für noch mehr Mitglieder werben, um damit das Ehrenamt in Niendorf zu stärken. Außerdem werden wir innerhalb der Wehr neue Akzente setzen.

 

NW: Zum Beispiel?

Stefan Hertzog: Wir haben Fachbereiche gebildet und setzen einen neuen Fokus bei der Ausbildung unserer Leute. Damit reagieren wir auf die veränderte Einsatzlage. Denn unser Dienst ist mehr denn je bei schwieriger Wetterlage gefragt. Dieser Herausforderung stellen wir uns.

Höppner: Ein Motorkettensägen-, ein Atemschutz- sowie ein Heißgewöhnungs-Training sind in nächster Zeit angedacht. Außerdem werden wir die Kameraden, die noch nicht so lange dabei sind, noch intensiver bei Technik und Fahrzeugen schulen. Es ist enorm wichtig, dass eine gute Basis geschaffen wird.

 

NW: Wie stark ist denn momentan die FF Niendorf?

Hertzog: Aktuell sind 22 Männer und drei Frauen in der Wehr aktiv. Wir sind ein gutes Team und sehr schnell, können innerhalb von vier Minuten losstarten. An dieser Stelle möchten wir auch den Familien und den Arbeitgebern danken, die das Engagement unserer Wehrleute so gut unterstützen. Das ist nicht selbstverständlich!

Höppner: Wir würden uns auch sehr über weitere Verstärkung freuen. Meldet euch bei Interesse einfach bei uns. Mitmachen kann jeder ab 17 Jahren, der körperlich fit ist und in Niendorf wohnt.

 

NW: Und wie steht es um die Nachwuchsförderung?

Höppner: Da sind wir sehr gut aufgestellt, haben momentan 13 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr, darunter zwei Mädchen. Das ist ein sehr gutes Pfand für unsere Zukunft! Ich muss auch sagen, dass mir die Arbeit in der Jugendabteilung sehr viel Spaß gemacht hat. Von Kindern kann man sehr viel lernen.

 

NW: Und wie war die Einsatzlage 2016?

Hertzog: Wir sind zu 142 Einsätze gefahren – einem mehr als 2015. Davon waren 82 Feuer-Alarmierungen. 60 Mal sind wir für technische Hilfeleistungen ausgerückt – vor allem wegen Unwetter. Diese Art der Einsätze hat auf hohem Niveau in den letzten Jahren zugenommen. Wir waren deswegen auch nicht nur in Niendorf unterwegs, sondern auch in weiter entfernten Stadtteilen – wie beim Tornado in Bramfeld, Meiendorf und Volksdorf.

 

NW: Und was zeichnet sich für 2017 ab?

Hertzog: Wir hatten bis jetzt schon 24 Einsätze. Außerdem werden wir uns wieder stark bei Stadtteilaktivitäten wie dem Tibargfest oder dem Waldsingen einbringen. Das bringt uns immer viel Freude.

Höppner: Dann stehen natürlich die angesprochenen Lehrgänge auf unserem Plan. Und wir sind schon jetzt in der Planung zur Einsatzbereitschaft beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg. Außerdem stehen die Renovierung unseres Feuerwehrgerätehauses sowie die Wahl eines neuen Jugendfeuerwehr-Leiters an.   Gespräch: Claudia Möller

 

Infos und Kontakt: Feuerwehrhaus Fuhlsbütteler Weg 5, Niendorf, www.ff-niendorf.de

Engagiert
und offen

 

„Mit Tobias Höppner ist
ein engagierter junger Mann gewählt worden, der mit seinem umfangreichen Fachwissen
und mit seiner offenen Art die Wehr weiter voranbringen wird“, sagt Wehrführer
Stefan Hertzog  über seinen neuen
Stellvertreter   Tobias Höppner. Der
25-jährige Fachinformatiker übernimmt den Posten von Jan Niemax, der aus
Niendorf weggezogen ist.  Höppner war
2004 der Jugendfeuerwehr beigetreten und hatte diese auch geleitet.

 

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