Erster Spatenstich von Martin Görge, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, Bezirksamtsleiter Kay Gätgens, Handwerkskammer-Präsident Josef Katzer und Wirtschaftssenator Frank Horch (v.li.n.re.) Foto: mf

Spatenstich für die Meistermeile

Der Bau des Handwerkerhofes im Offakamp startet mit Verzögerung

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Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) setzte am vergangenen Donnerstag den ersten Spatenstich für den Handwerkerhof „Meistermeile“ im Offakamp. Anfang 2019 soll der vierstöckige Bau mit Platz für 70 Betriebe und bis zu 400 Beschäftigte in Lokstedt bezugsfertig sein.

 

Damit verzögert sich die Eröffnung von „Norddeutschlands erstem innerstädtischen Zentrum für Handwerk auf mehreren Etagen“ so Horch, um zwei Jahre. Auf dem Gelände im Offakamp 9b, das zuvor eine Deponie und einen Recycling-Hof beherbergte, entstehen in unmittelbarer Nähe zum Nedderfeld auf vier Etagen 11 400 Quadratmeter Werkstattflächen und im Keller auf 2 000 Quadratmetern Lagerflächen. Die Mieten sollen zwischen 7,70 und 9,20 Euro pro Quadratmeter betragen. „Kein Bezirk in Hamburg ist dichter besiedelt als Eimsbüttel. Deshalb müssen wir neue Gewerbeflächen effizient und ressourcenschonend planen“, so Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (SPD) über das „gestapelte Gewerbe“, das nach einem Modellprojekt in München entsteht. 

Beispielhaftes Projekt

Das 50-Millionen-Euro-Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der Handwerkskammer Hamburg und der Sprinkenhof GmbH in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Eimsbüttel.

70 kleine und mittlere Handwerks- und Produktionsbetriebe sollen in die Meistermeile ziehen Foto: Bogevischs Buero

Bezirksamtsleiter Kay Gätgens hatte die fünfjährige Planungsphase in seiner damaligen Position als Baudezernent begleitet und freute sich, beim ersten Spatenstich auch die Baugenehmigung an Martin Görge, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH überreichen zu können: „Das ist ein beispielhaftes Projekt. Wohnen und Arbeiten liegen hier dicht beieinander, das passt genau zusammen in Lokstedt.“ Auch mit den Anwohnern, die unter anderem die Höhe des Handwerkerhofes kritisiert hatten, habe man einen Kompromiss gefunden.

Bisher sind 46 Prozent der Fläche vermietet. „Wir lagen schon bei 75 Prozent, aufgrund der zeitlichen Verzögerung sind viele Handwerker wieder abgesprungen“, so Handwerkskammer- Präsident Josef Katzer, der angesichts hoher Nachfragen aber  optimistisch auf eine Auslastung bei 90 Prozent blickt. Einer der ersten Mieter war Matthias Alms. Der Dachdecker- und Klempnermeister aus Rissen möchte seinen Betrieb vergrößern und suchte nach einer zentralen Lage. Die hat er in Lokstedt gefunden: „Es ist leichter, Mitarbeiter zu finden, wenn sie nicht durch die ganze Stadt zur Arbeit fahren müssen.“ mf

 

Noch mehr Infos

 

Die Werkstattflächen sind zwischen 50 und 500 Quadratmeter groß, die Mieter bauen ihre Einheiten selbst aus. Für Transporte sollen zwei große Lastenaufzüge zur Verfügung stehen, in der Tiefgarage und im Hof ist Platz für insgesamt 187 PKW. Weitere Informationen unter www.meistermeile.de

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