Ex-Bahnchef Dr. Rüdiger Grube war Gastredner Foto: cs

Neujahrsempfang der CDU

Ex-Bahnchef Dr. Rüdiger Grube als Gastredner beim Eimsbütteler Kreisverband

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Feierlicher Auftakt für 2017: Knapp 200 Gäste kamen zum Neujahrsempfang des CDU- Kreisverbands Eimsbüttel ins Vineyard an der Eimsbütteler Osterstraße. Prominenter Gastredner: Dr. Rüdiger Grube, zu dem Zeitpunkt noch Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn. Erst am Montag ist er von seinem Posten zurückgetreten.

 

Wenn es nach Rüdiger Kruse, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Eimsbüttel, geht, dann haben die deutsche Politik und die Deutsche Bahn viele Gemeinsamkeiten. „Auch wenn unsere Fehlerquote gerade einmal bei drei Prozent liegt – über das Negative wird gesprochen, das Positive ist immer schnell vergessen“, so der Niendorfer schmunzelnd. Bevor er jedoch den Stargast des Neujahrsempfangs aufs Podium bat, ließ er selbst es sich nicht nehmen, auf die Bedeutung des Wahljahres 2017 hinzuweisen. Die Bundestagswahl im September, so der Bundestagsabgeordnete, der wieder als Direktkandidat für den Wahlkreis Eimsbüttel ins Rennen geht, sei auch eine Kursbestimmung: „Entweder wird es ein linkes Bündnis oder ein bürgerliches Bündnis geben“, prophezeite der Christdemokrat. So oder so: „Mit einem Donald Trump in den USA, einem Sultan in der Türkei und einem Zaren in Russland“ sei Deutschland derzeit noch ein Anker der Stabilität. Das deutsche Volk müsse nun dafür Sorge tragen, dass dies auch so bleibe. Als positiv stellte Kruse dennoch die aktuell „heftige politische Debatte“ in Deutschland heraus. Denn dadurch hätten die etablierten Parteien ihr Profil schärfen können, die Unterschiede träten nun wieder deutlicher zu Tage. „Wir brauchen also keine Alternativen am linken oder rechten Rand“, betonte Kruse unter Beifall.

Von der deutschen Politik ging es übergangslos in die deutsche Wirtschaft. Ex-Bahnchef Rüdiger Grube nahm seine begeisterten Zuhörer mit auf eine Reise  in das Wirkungsspektrum seines Unternehmens, welches in mehr als 130 Ländern aktiv ist und mehr als 300 000 Mitarbeiter beschäftigt. „Die Trendwende ist geschafft“, verkündete Grube. Nachdem die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und ihre Streiks dem Unternehmen in 2014 und 2015 einen Schaden von rund 500 Millionen Euro zugefügt hätten, sei in 2016 wieder ein satter Gewinn eingefahren worden. Zahlen nannte Grube allerdings nicht.

Stattdessen sprach er lieber von zukünftigen Investitionen. So stehe im Dezember dieses Jahres der erste Einsatz der neuen ICE-Generation 4 an, die schon jetzt auf der Strecke zwischen Hamburg und München mit täglich 1000 Fahrgästen getestet werde. Weitere Pläne, die Grube verkündete: Eine Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs, WLAN in allen Zügen der Deutschen Bahn sowie die Ausweitung des Bereichs „autonomes Fahren“. cs

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