Wie Kraut und Rüben

Trotz Parkhaus: Parkplatz-Situation am Krankenhaus weiter angespannt

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Die Parkplatzsituation rund um das Albertinen-Krankenhaus in Schnelsen ist seit Jahren angespannt. Ein neues Parkhaus sollte Abhilfe schaffen. Doch seit der Eröffnung der insgesamt 320 neuen Parkplätze hat sich die Lage vor Ort eher verschlechtert – das ist zumindest der Eindruck zahlreicher Anwohner.

 

Freitagnachmittag, 15 Uhr: Am Hogenfelder Kamp, einer Parallelstraße zur Süntelstraße, drängen sich die Autos dicht an dicht. „Hier wird geparkt wie wilde Sau. Das wird für uns Nachbarn zunehmend zur Belastung“, schimpft Anwohner Claus Frommann im Gespräch mit dem      Niendorfer Wochenblatt. Seiner Ansicht nach muss dringend was passieren. „Aber weder Polizei noch Krankenhaus kümmern sich“, betont er.

Das neue Parkhaus an der Süntelstraße ist nur für Patienten und Besucher des Krankenhauses gedacht. „Von dieser Zielgruppe wird das Angebot auch sehr gut angenommen. Viele haben sich lobend geäußert“, betont Albertinen-Sprecher Dr. Fabian Peterson. Für die Mitarbeiter stehen spezielle Mitarbeiter-Parkplätze rund um das Krankenhaus zur Verfügung, von denen laut Peterson zur Zeit auch alle vermietet sind. Ein weiterer Mitarbeiterparkplatz werde derzeit hergerichtet. „Hervorzuheben ist, dass durch den Bau des Parkhauses heute erheblich mehr Parkfläche zur Verfügung steht: Zuvor waren es insgesamt 231 Plätze für Patienten, Besucher und Mitarbeiter, heute sind es allein für Patienten und Besucher 325 Plätze im Parkhaus sowie weitere 298 Plätze für Mitarbeiter auf den übrigen Parkflächen“, so Peterson.

Nichtsdestotrotz: Das Parkplatzproblem besteht nach wie vor – das bestätigt auch die Polizei. „Im Umfeld des Krankenhauses parken auch weiterhin noch viele Beschäftigte des Krankenhauses – zahlreiche falsch“, sagt Thomas Piper, Leiter Prävention  und Verkehr beim zuständigen Polizeikommissariat 24. Die Überwachung werde derzeit priorisiert, im Rahmen der personellen Möglichkeiten durchgeführt. „Allerdings ist eine dauerhafte Überwachung nicht möglich“, so Piper weiter. Ein erstes Krisengespräch mit der Leitung des Krankenhauses, in dem zusammen mit Vertretern der Polizei und der Feuerwehr die Problematik erörtert wurde, hat bereits stattgefunden. Piper: „Im Ergebnis wurde vereinbart, dass das Krankenhaus die Beschäftigten nochmals sensibilisiert und versucht, das Personal über attraktive Angebote doch noch stärker auf die internen Parkflächen zu locken.“ Piper will außerdem zeitnah prüfen, an welchen Stellen zusätzliche Parkverbote oder andere bauliche Maßnahmen eingerichtet werden können. cs

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