Der Einzelhandel im Fokus

Bezirksentwicklungsplanung für Eimsbüttel bis 2040

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Im Bezirk Eimsbüttel wurde mit der Bezirksentwicklungsplanung – kurz BEP – bereits im Jahr 1995 begonnen. Ziel ist es, die zukünftige Entwicklung des Bezirks nachhaltig und strategisch unter Einbindung unterschiedlicher Akteure und Sichtweisen aus Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit zu gestalten.

 

Aktuell wird an der Fortschreibung der jüngsten „BEP 2014-2018“ gearbeitet – dabei sollen die Bürger mittels eines Online-Beteiligungsverfahren auf www.eimsbuettel2040.de noch stärker als zuvor eingebunden werden. Grund, in einer Wochenblatt-Serie einen aufmerksamen Blick auf unsere Stadtteile zu richten: Was konnte bereits umgesetzt werden und wo liegen die Herausforderungen der Zukunft? Erster Teil: Niendorf.

Einen besonderen Fokus legt die BEP für 2014-2018 speziell für Niendorf auf den Tibarg sowie das Quartier Niendorf-Nord. Bei Ersterem führten die  Bestrebungen  zur  Aufwertung  des  dortigen  Einzelhandels  durch  private  Eigentümer zur  Gründung des  bislang einzigen Business Improvement District (BID) in Eimsbüttel. Auf Initiative des BID wurden inzwischen beispielsweise der Tibarg zusätzlich gereinigt und Baumaßnahmen geplant, die nach und nach umgesetzt werden. 

So konnten etwa bereits die Straßenmöblierung und -pflasterung vereinheitlicht, Fahrradbügel aufgestellt und Spielflächen gestaltet werden. Eine Erfolgsgeschichte: Im März des vergangenen Jahres ist der BID unter dem Namen BID Tibarg II um weitere fünf Jahr verlängert worden.

Anders in Niendorf Nord: 2010 war das Quartier in das Bund- Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen worden. Doch die Umsetzung eines nachhaltigen Gesamtkonzepts scheiterte an den Absagen mehrerer Grundeigentümer. Letztendlich konzentrierten sich die Arbeiten auf einige Baumaßnahmen zur optischen Veränderung, für mehr Barrierefreiheit und die ökologische Aufwertung der öffentlichen Flächen.

Wirft man einen Blick auf die Online-Plattform www.eims buettel.de sind es allerdings ohnehin andere Themen, die die Niendorfer umtreiben. Dort sprechen sich die Bürger zum Beispiel vehement gegen eine Nachverdichtung ihres Stadtteils aus. Sie wollen vielmehr Grün- und Sickerflächen erhalten und fordern eine Anpassung der Infrastruktur an die aktuelle Situation bevor neuer Wohnraum geschaffen wird. 

Weitere Wünsche und Forderungen: Ein durchgehender Fahrradweg für die Kollaustraße und andere Hauptverkehrstrassen sowie ein durchgehender Kollauwanderweg, der als Grünachse alle Stadtteile des Bezirks miteinander verbindet. cs

Die Bürgerbeteiligung
auf www.eimsbuettel2040.de läuft noch bis Mittwoch, 18. Januar.

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