Beim Turntag des NTSV zeigten Dennis Drosse (rechts) und seine Schüler ihr Können Foto: ar

Harte und geduldige Arbeit

Kung Fu ist weit mehr als „nur“ ein Kampfsport

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Übersetzt heißt Kung Fu „durch harte und geduldige Arbeit Erreichtes“. Das zeigt: Hinter den sechs Buchstaben steckt viel mehr, als „nur“ Kampfsport

 

Vor zehn Jahren hat Dennis Drosse (29) seine Leidenschaft für Kung Fu entdeckt – heute ist er nicht nur Leiter der Kung Fu-Abteilung beim Niendorfer TSV, sondern auch einer der besten Kung Fu-Meister Deutschlands, seit November auch wieder Deutscher Meister. Für ihn ist die chinesische Kampfkunst eine Lebenseinstellung. „Kung Fu ist anspruchsvoll, weil es Körper und Geist trainiert“, erklärt er.

Und so vermittelt er seinen Schülern nicht nur Kampf-Techniken, sondern auch wichtige Werte: Höflichkeit, Ehrlichkeit und Respekt stehen dabei im Vordergrund. „Im Unterricht bin ich der Shao-Lien, was so viel wie Trainer oder großer Bruder heißt“, erklärt er. In dieser Rolle bleibt er auch, wenn sie sich privat treffen. „Achtung ist wichtig – vor jedem Menschen!“

Deshalb wird zwar hart trainiert – aber nicht für die Straße. „Wer sich draußen schlagen will, hat hier nichts zu suchen“, sagt Dennis Drosse deutlich. Überhaupt: Kung Fu steht nicht für Gewalt. „Der beste Kampf ist der, den wir nicht kämpfen müssen.“ Vielmehr geht es um Courage: „Wer Kung Fu macht, lernt an sich selbst zu glauben. Er merkt, was in ihm oder ihr steckt – das stärkt das Selbstbewusstsein.“

Auch wenn es wie ein Widerspruch klingt: Kung Fu fördert das soziale Verhalten. Denn: Im Training gibt es viele Partnerübungen, z. B. bei der Selbstverteidigung. Da sind Rücksichtnahme und Teamfähigkeit gefragt – ohne geht nicht. Für keinen…

Wer sich selbst davon überzeugen möchte: Noch sind Plätze frei. Freitag ab 17 Uhr (Kinder) oder 18 Uhr (Jugendliche und Erwachsene) in der Turnhalle am Sethweg vorbei kommen. ar

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