Glückwunsch Herr Gätgens! Mechthild Führbaum, Vorsitzende der Bezirksversammlung, gehörte zu den ersten Gratulanten Foto: cs

Das ist der neue Bezirksamtsleiter

Kay Gätgens mit 27 Stimmen ins Amt gewählt

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Auf einmal ging dann doch alles sehr schnell: Nachdem monatelang geworben, abgewogen und diskutiert wurde, dauerte die eigentliche Prozedur gerade einmal 20 Minuten. Der Schnelsener Kay Gätgens (SPD) ist neuer Leiter des Bezirksamts Eimsbüttel.

 

Die Bezirksversammlung hat den bisherigen Baudezernenten am Donnerstag in das Amt gewählt. Sie folgte damit mehrheitlich dem Vorschlag der rot-grünen Koalition. Obwohl Gätgens der einzig verbliebene Kandidat war, kam beim eigentlichen Wahlgang noch einmal Spannung auf, denn mit Koorosh Armi (SPD), Gaby Küll und Lisa Kern (beide Grüne), die vergangene Woche Mutter geworden ist, fehlten gleich drei Stimmen aus dem Regierungslager. Da auch Marc Zietemann (CDU) entschuldigt fehlte, wurden insgesamt nur 47 Wahlzettel abgegeben. Am Ende stimmten 27 Abgeordnete für Gätgens – bei 17 Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Ein Ergebnis, das der Frischgewählte gut gelaunt „als erwartbar knapp“ bezeichnete.

In seiner kurzen Ansprache zeigte Gätgens aber auch gleich seine ernste Seite: „Wir leben in gesellschaftlich unruhigen Zeiten“, betonte er. Da sei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung genauso wichtig, wie die Bürger bei wichtigen Entscheidungen mitzunehmen: „Eimsbüttel hat bereits eine gute Beteiligungskultur entwickelt, aber wir müssen noch einen Schritt weitergehen.“

Für seine neue Tätigkeit als Leiter des Bezirksamtes mit rund 1000 Beschäftigten hat sich Gätgens viel vorgenommen: „Für mich sind der Wohnungsbau, die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und die Förderung moderner Mobilitätslösungen wichtige Bausteine, um Eimsbüttel langfristig gut aufzustellen.“Vor dem Hintergrund, dass der dicht besiedelte Bezirk Eimsbüttel ein nachgefragter Wohnstandort bleibt und damit weiter wachsen wird, will Gätgens zudem ein räumliches Leitbild „Eimsbüttel 2040“ für den Bezirk entwickeln. „Wir müssen auf die Zukunft vorbereitet sein und eine Idee haben, wie und wo wir wohnen, arbeiten und leben wollen.

Neben zahlreichen Glückwünschen und Antrittsgeschenken gab die Politik dem neuen Bezirksamtsleiter, der allerdings noch vom Hamburger Senat ernannt werden muss, auch Nachdenkliches mit auf den Weg. Vergleichswese scharfe Worte kamen von Gätgens Parteigenossin Mechtild Führbaum: „Er kennt Eimsbüttel, er kennt die Verwaltung und er kennt die Politik – das alles sind hervorragende Voraussetzungen für das Amt des Bezirksamtsleiters“, sagte die Vorsitzenden der Bezirksversammlung. Aber: „Wer sich so gut auskennt, sieht manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Seien Sie gewiss, dass wir, die Politik, Sie immer wenn nötig daran erinnern werden.“ cs

Ein  ausführliches Interview mit Kay Gätgens lesen Sie in unserer nächsten Ausgaben.

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