Vorsicht Unfallgefahr!

Bezirksversammlung beschließt entsprechende Maßnahmen

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Der Lokstedter Steindamm soll sicherer werden – das haben die Mitglieder der Bezirksversammlung Eimsbüttel auf Antrag der rot-grünen Koalition beschlossen.

 

Noch im Sommer dieses Jahres hatte das zuständige Polizeikommissariat 23 eine Unfallauswertung für den Abschnitt zwischen Siemersplatz und Veilchenweg im Regionalausschuss Lokstedt vorgestellt. Tenor: Der Lokstedter Steindamm gehört nicht zu den Hamburger Unfallschwerpunkten. Insgesamt gab es in der Zeit von Januar 2013 bis Mai 2015 auf dem Abschnitt 105 Verkehrsunfälle mit insgesamt fünf Leichtverletzten, aber keinen Schwerverletzten oder Toten.

Ein Stückchen weiter Richtung Eppendorf sieht die Bilanz jedoch schon ganz anders aus. In Höhe der Hausnummer 92, gegenüber des SC Victoria-Stadions, haben sich im Sommer dieses Jahres gleich zwei schwere Verkehrsunfälle ereignet. Im Juli wurde dort eine 30 Jahre alte Frau von einem Kleintransporter angefahren und lebensgefährlich verletzt. Der Unfallfahrer beging Fahrerflucht. Nur zwei Monate später rammte ein 34 Jahre alter Raser mit seinem Audi den Wagen einer vierköpfigen Familie. Der Wagen überschlug sich mehrfach, Eltern und Kinder kamen mit ernsthaften Verletzungen ins Krankenhaus.

Nachts laute Raser

Doch damit nicht genug: Wie Lisa Kern (Grüne) und Ernst Christian Schütt (SPD) in ihrem gemeinsamen Antrag betonen, melden Anwohner des Lokstedter Steindamms und der anliegenden Wohnstraßen zudem immer wieder Lärmbelästigung durch Raser, besonders in den Abend- und Nachtstunden. Auch tagsüber würden auf dem Abschnitt zwischen Brunsberg und Martinistraße häufig überhöhte Geschwindigkeiten wahrgenommen. Ein weiteres Problem sind illegale Wende- und Abbiegemanöver, die immer wieder gefährliche Situationen zur Folge haben.

Der Lokstedter Steindamm soll nach Willen der Bezirkspolitiker sicherer werden Foto: cs

„Aufgrund der Verdichtung in Lokstedt und der neu entstandenen Quartiere am Veilchenweg sowie durch die dort gelegenen Sportanlagen hat sich die Zahl der Fußgänger und Radfahrer in diesem Abschnitt des Lokstedter Steindamms in den vergangenen Jahren deutlich erhöht“, so Kern. „Wir sehen dort dringenden Handlungsbedarf. Wir fordern die zuständige Straßenverkehrsbehörde auf, Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr zu prüfen.“ Das gelte besonders für die Installation eines festen Blitzers zur Reduzierung der Geschwindigkeit sowie wirksame Maßnahmen zur Unterbindung des rechtswidrigen Überfahrens der Mittellinie. cs

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