Viele Menschen sehnen sich danach, in einer Nachbarschaft zu wohnen, in der man miteinander lebt, anstatt nur für sich. Die Mitglieder des Vereins CasaNueva freuen sich über ihr gemeinsames Wohnprojekt in Niendorf (v. li. Anne Ludwig, Anna Berger, Helga Heinrich, Roswitha Klaassen, Magdalene Buml, Doris Schulze, Jutta Haun) Fotos: kn

Jetzt sind wir angekommen!

Zukunftsweisendes Frauen-Wohnprojekt in Niendorf eingeweiht

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„CasaNueva” nennt sich der Verein, der im Jahr 20007 von 14 motivierten Frauen der Generation 50-Plus gegründet wurde.  Ein Name, wie eine Absicht. Der Plan der Gruppe war die Gründung einer Baugemeinschaft für allein lebende Menschen im besten Alter, die alle unter einem Dach eine  Wohnung finden sollten.  Jetzt wurde das Wohnprojekt in Niendorf feierlich eingeweiht.

 

Es duftet nach frisch gebackenen Kuchen in der Gemeinschaftsküche des Neubaus in Niendorf. Viele glückliche Gesichter strahlen um die Wette und das nicht ohne Grund:   Um ein Wohnprojekt zu realisieren, sind meist viele Hürden zu überwinden. Davon kann Roswitha Klaassen ein Lied singen. „Der Weg war lang und steinig, aber es hat sich gelohnt”, beschreibt sie die letzten neun Jahre, seit Gründung des Vereins. Die Mitglieder von ”CasaNueva” mussten sich vorab erst finden. „Wir sind alle über 60 Jahre alt und die meisten alleinstehend”, so Claassen. „Wir suchten Menschen, die zu uns passen.” Ein Konzept für das Wohnprojekt wurde erstellt und ”CasaNueva” bewarb sich für ein passendes städtisches Grundstück bei der Behörde für Stadt- entwicklung und Umwelt (BSU). Die BSU bot ein Grundstück in Niendorf an, dass von der Baugenossenschaft Fluwog-Nordmark eG bebaut werden sollte.

Nach anfänglichem Zögern waren sich die Mitglieder einig. Zusammen mit Huke-Schubert Berge Architekten wurde das Projekt umgesetzt.

Zum Markt 3a bis d  entstanden fünfzehn geförderte barrierefreie schmucke Zwei-Zimmer-Wohnungen mit Terrasse, Balkon oder Loggia, einem  Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss und einer Gästewohnung mit verschiedenen Ausstattungsvarianten. 

„Wir verstehen uns alle prima, unternehmen auch viel zusammen, gemeinsame Ausflüge, Theaterbesuche, und Wochenendreisen. Die vielen Jahre der Planung haben uns zusammengeschweißt. Es macht einfach Spaß miteinander”, freut sich Doris Schulze.

Die Bewohner fühlen sich alle wohl und schätzen die Vorteile der Hausgemeinschaft, wo das Bedürfnis der Nähe und Distanz respektiert wird. Sie profitieren von der gegenseitigen Hilfe im Alltag und genießen es, in der Gemeinschaft unabhängig zu leben. Ein Wohnprojekt, das zukunftsweisend sein kann. kn

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