Aktiv für die Stiftung und das HdJ: Der Vorsitzende Hartmut Leschner (Ex-Ortsamtsleiter), Beisitzer Sönke Selk (Baugenossenschaft Hamburger Wohnen), der stellvertretende Vorsitzender Marc Schemmel (SPD), Schatzmeister Rüdiger Lekschas (HASPA Finanzgruppe) vom Vorstand und Geschäftsführerin Hannelore Krüger (von links) stoßen auf das Jubiläum an Foto: moe

Vom Bolzplatz zum Haus der Jugend

Vor 50 Jahren wurde eine Stiftung gegründet, um ein hamburgweit einzigartiges Projekt zu starten

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„Eine Institution, die 50 Jahre alt wird und die Jugend im Namen trägt, muss etwas richtig gemacht haben“, lobte Eimsbüttels Sozialdezernent Thorsten Kruse das Engagement der Stiftung Haus der Jugend Niendorf.

 

Viele Mitstreiter und Unterstützer kamen Anfang November zum Jubiläumsempfang ins Haus der Jugend Niendorf, wo die Stiftung ihr Bestehen seit einem halben Jahrhundert feierte. Der Stiftungsvorsitzende Hartmut Leschner und Ex-Ortsamtsleiter erinnerte an die Anfangszeit, als mit der stark gestiegenen Bevölkerungszahl der Bedarf für Jugendeinrichtungen in Niendorf stieg. „Da es an öffentlichen Geldern mangelte, initiierten der damalige Bezirksamtsleiter Dr. Harald Sieg und der damalige Ortsamtsleiter Otto Bierstedt die Stiftung, um auf privater Ebene die Grundlage für ein Haus der Jugend zu schaffen“, so Leschner. Am 12. Juli 1966 folgte durch Cornelia von Berenberg-Gossler, Hermann Friedrich Bruhn und die Gemeinnützige Baugenossenschaft freier Gewerkschafter (BGFG) schließlich die Gründung.

Das beeindruckende bürgerschaftliche Engagement und die großzügige Spendenbereitschaft führten dann schließlich auch zu einer finanziellen Unterstützung seitens der Stadt Hamburg. So konnte schließlich auf einem ehemaligen Bolzplatz am Vielohweg das Haus der Jugend (HdJ) Niendorf errichtet und 1973 eröffnet werden. „Die Stiftung ist der Verwalter und erhielt das Gelände im Erbbaurecht. Das Bezirks- amt ist mit dem HdJ unser Mieter. Das ist in dieser Form ein in Hamburg einmaliges Konstrukt“, so Leschner. Auch die Kontinuität des Stiftungsvorstands und im Team des HdJ mit wenig personellem Wechsel sei außergewöhnlich. Leschner: „Das zeigt eindrucksvoll, mit wieviel Hingabe und Spaß alle dabei sind.“ Neben der Durchführung von Renovierungen und Baumaßnahmen sowie der Unterstützung einzelner pädagogischer Projekte finanziert die Stiftung auch seit Beginn an ein Hausmeister-Paar. An dieser Stelle richtete Leschner seinen Dank an Hans-Werner und Karin Carstensen, die 41 Jahre lang direkt am HdJ wohnten und sich sorgsam um das Haus kümmerten. Eine Aufgabe, die nun das neue Paar Constanze und Yven Sickert übernommen hat.

„Die Stiftung zeichnet sich durch gute Ideen, großes Engagement und Beharrlichkeit aus und zeigt, dass man auch mit Anfang 50 ordentlich was bewegen kann“, so Sozialdezernent Thorsten Kruse. „Ich danke auch allen HdJ-Mitarbeiter, die das Haus mit Leben und einem großen Angebot füllen und hoffe auf weitere gute Zusammenarbeit.“

Bei einem köstlichen Imbiss tauschten sich Jubilare und Gratulanten über Vergangenheit und Zukunft aus – und machten sich ein Bild von den aktuellen Vorhaben. „Wir haben zum Jubiläum eine außerordentliche Zuwendung des Bezirksamt Eimsbüttel erhalten“, informierte Leschner. „Damit gestalten wir gerade unseren neuen Außenbereich mit Spiel- und Klettergeräten sowie Bänken neu und werden den Eingangsbereich im nächsten Jahr modernisieren.“ moe

 

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