Die Amsinck-Villa wird derzeit saniert. Dort entsteht eine Kita Foto: cs

Geldsegen aus Berlin

268 000 Euro für den Denkmalschutz

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Gute Nachrichten aus Berlin: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner jüngsten Sitzung Gelder für die Sanierung der Lokstedter Amsinck-Villa sowie das ehemalige Landhaus Puls am Niendorfer Bondenwald bereitgestellt.

 

Im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms VI fließen nun 158  000 Euro in die Sanierung der denkmalgeschützten Amsinck-Villa. Jahrzehntelang wurde im Bezirk über eine tragfähige Nutzung der ehemaligen Sommerresidenz des Hamburger Kaufmanns Wilhem Amsinck (1821-1909) gestritten. Nun will die Rudolf-Ballin-Stiftung dort eine Kindertagesstätte für 90 Jungen und Mädchen eröffnen (wir berichteten). Die Außenfassade und das Dach der Villa sind bereits in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt wieder hergestellt worden. Im Inneren des Hauses laufen derzeit noch umfangreiche Tischler-, Maurer-, Elektro- und Sanitär- sowie Heizungsarbeiten. Die Eröffnung der Kita ist für das Kindergartenjahr 2017/2018 geplant. Dann soll das denkmalgeschützte Gebäude auch von der Öffentlichkeit genutzt werden können. Ein entsprechendes Konzept befindet sich noch in der Abstimmung.

Villa im Bondenwald 56

Auch die Villa am Niendorfer Bondenwald 56 wird mit Mitteln aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm bedacht: Es werden 110  000 Euro bereitgestellt. Das ehemalige Landhaus des  Postpferdehalters Max Puls wurde in den Jahren 1913 und 1914 nach Entwürfen des Altonaer Architekten Peter Saxen errichtet. Die Villa am Rande des Niendorfer Geheges ist eingebettet in einen großen Garten des Berliner Gartenarchitekten Erwin Barth und wurde aus geschichtlichen Gründen sowie zur Bewahrung charakteristischer Eigenheiten des Stadtbildes unter Denkmalschutz gestellt. Heute befindet sich dort die Zentrale der Stiftung Freie evangelische Gemeinde in Norddeutschland sowie eine dazugehörige  Wohnanlage für Senioren.

Das ehemalige Landhaus Puls gehört mittlerweile der Freien evangelischen Gemeinde in Norddeutschland Foto: cs

„Nachdem wir im Haushalt 2015 die Sanierung historischer Wandmalereien in der Schnelsener Grundschule Frohmestraße ermöglicht haben, freue ich mich, dass ich in diesem Jahr Projekte aus Lokstedt und Niendorf unterstützen konnte,“ so der Eimsbütteler Bundestagsabgeordnete Rüdiher Kruse. Er hatte als Mitglied des Haushaltsausschusses die Entscheidungen mitgetragen, welche Objekte aus der langen Bewerbungsliste unterstützt werden. 

„Wegen der Vielzahl der Bewerbungen konnte nur ein Teil der Anträge positiv beschieden werden. Umso mehr freue ich mich, dass in meinem Wahlkreis Eimsbüttel gleich zwei Projekte  profitieren können“, so Niels Annen, Eimsbütteler SPD-Bundestagsabgeordneter.  cs

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